Heute 9028

Gestern 8993

Insgesamt 54057936

Donnerstag, 29.01.2026
Transforming Government since 2001

Gesundheitskarte

  • eHealth: Big Business in den Startlöchern

    Während die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte momentan etwas aus dem Tritt geraten ist, präsentierten die einschlägig interessierten Industrieverbände BDI, ZVEI und Bitkom am heutigen Mittwoch in Berlin das ursprünglich für August angekündigte Jahrbuch "eHealth Deutschland 2005/2006", in dem sie die steigende Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) im Gesundheitswesen unterstreichen. Der BDI erwartet an der Schnittstelle von klassischer Medizintechnik und Informations- und Kommunikationswirtschaft einen eigenen Markt mit großen Wachstumschancen für die Mitgliedsunternehmen und fordert, dass der anstehende Prozess des Aufbaus der Telematik-Infrastruktur jetzt "nicht auf halbem Wege stehen bleibt", wie ICT-Abteilungsleiter Nils Lau vom BDI erklärte.
  • Einheitliche «eCards» für Ausweise und Formulare geplant

    Ziel: Weniger Bürokratie und mehr Sicherheit - Speicherung an «zentraler Stelle»

    Die Bundesregierung will die Chip-Karten im Gesundheitswesen, für den Personalausweis oder für Steuererklärungen vereinheitlichen. Eine entsprechende eCard-Strategie von Wirtschafts-, Innen-, Gesundheits- und Finanzministerium zur flächendeckenden Einführung von elektronischen Karten beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin. Durch die Vereinheitlichung soll der Verwaltungsaufwand eingedämmt und der elektronische Geschäftsverkehr sicherer gemacht werden.

  • Elektronische Gesundheitskarte auch in der Schweiz

    Der Schweizer Bundesrat hat einem Konzept zugestimmt, das zur Abrechnung medizinischer Leistungen mit den Krankenkassen eine Speicher-Karte mit Mikroprozessor vorsieht. Bis Ende 2006 sollen alle notwendigen Ausführungsbestimmungen zur Einführung einer solchen Karte verabschiedet sein. Ab 2008 könnte dann die Carte Santé/Gesundheitskarte in der Schweiz eingeführt werden. Unter dem Namen Carta Sanitaria wird das Konzept der Gesundheitskarte im Schweizer Kanton Tessin seit November 2004 mit gutem Erfolg getestet.
  • Elektronische Gesundheitskarte erst 2007?

    Die schlechten Nachrichten rund um die elektronische Gesundheitskarte reißen nicht ab -- und das nicht nur auf Grund angeblicher Finanzdebakel. Nach der Einigung zwischen Regierung und medizinischer Selbstverwaltung, die Gesundheitskarte in einer neu zu gründenen Forschungs- und Projektgesellschaft zu realisieren, scheint die Zeit davonzulaufen. Gegenüber der Ärztezeitung erklärte Andreas Köhler, Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), dass der stets genante Termin, die Karte im Wahljahr 2006 einzuführen, nicht realistisch sei. Realtistischer sei vielmehr, dass die Karte allen Versicherten und Ärzten erst 2007 zur Verfügung stehen werde.
  • Elektronische Gesundheitskarte geht noch 2005 in den Praxistest

    Die elektronische Gesundheitskarte zählt zu den Highlights auf der diesjährigen Cebit in Hannover. Hinter dem Schlagwort "Gesundheitskarte" verbirgt sich eines der ehrgeizigsten IT-Projekte Europas.

    Um die Verwaltung im deutschen Gesundheitssystem zu entschlacken und Patienten und Kassen von Kosten zu entlasten, hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt das Projekt gestartet. Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte könnte, falls alles funktioniert, ein Aushängeschild für die deutsche IT-Wirtschaft werden. Ab 2006 sollen schrittweise knapp 80 Millionen Krankenversicherte in Deutschland die elektronischen Gesundheitskarten, die mit einem Mikroprozessor und einem Foto ausgestattet sind, erhalten.

  • Elektronische Gesundheitskarte testweise in Rheinland-Pfalz gestartet

    Ein Jahr vor dem geplanten bundesweiten Start wird die elektronische Gesundheitskarte heute erstmals in Rheinland-Pfalz in einem Testlauf eingesetzt. Die Karte solle den Informationsaustausch zwischen Ärzten, Krankenkassen, Apotheken und Krankenhäusern deutlich verbessern, sagte dieMinisterin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit Malu Dreyer (SPD). In dem bis zum 31. Dezember 2006 befristeten Projekt sollen in der Region Trier rund 10.000 Patienten für den elektronischen Datenaustausch gewonnen werden.
  • Elektronische Gesundheitskarte vor möglichem Finanzdebakel

    Noch eine schlechte Nachricht für die Befürworter der elektronischen Gesundheitskarte: Nachdem das Projekt mit dem Big Brother Award "ausgezeichnet" wurde, droht nun offenbar ein finanzielles Debakel. Nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) liegen die erwarteten Kosten mit bis zu 3,4 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch wie von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bisher angegeben.
  • Elektronische Gesundheitskarte: 2006, 2008, 2010

    Die flächendeckende Einführung der elektronischen Gesundheitskarte dürfte frühestens 2008, womöglich jedoch erst 2010 abgeschlossen sein. Dies erklärte der für die Gesundheitskarte zuständige Siemens-Manager Günter Braun gegenüber der Berliner Zeitung. Trotz der Verzögerung sei die IT-Branche jedoch in "Goldgräberstimmung", weil man hoffe, an der Telematik-Infrastruktur verdienen zu können. Der Zeitungsbericht zum Entwicklungsstand der elektronischen Gesundheitskarte zitiert indes auch einen IBM-Manager mit den Worten: "Ich bin froh, dass ich nichts mehr mit der Gesundheitskarte zu tun habe." IBM war vor allem im Rahmen des bIT4health-Projektes an der Ausformulierung der Rahmenarchitektur beteiligt und muss nun zusehen, wie Abstriche und Kompromisse die angestrebten Spareffekte zunichte machen. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher der Techniker-Krankenkasse, der die Karte in der ersten Stufe (Pflichtdaten plus eventuell das elektronische Rezept) als "relativ doof" charakterisierte.
  • Elektronische Gesundheitskarte: Ärzte erwarten Einführung im Jahr 2007

    Auf dem 16. Forum für IT-Anwendungen im Gesundheitswesen hat Christoph Fuchs, Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, erklärt, dass die elektronische Gesundheitskarte nach seiner Einschätzung frühestens im Jahre 2007 kommen werde. Als Grund nannte er die hohen Sicherheitsanforderungen, die an die Karten gestellt werden. Sie seien mit ausführlichen Testreihen verbunden. "Wir brauchen höhere Sicherheitsstufen als im elektronischen Bankverkehr", machte Fuchs deutlich.
  • Elektronische Gesundheitskarte: Ärzte sind skeptisch

    Niedergelassene Ärzte stehen der Gesundheitskarte skeptisch gegenüber. Dies zeigen die Zwischenergebnisse der Studie "Akzeptanz-Untersuchung zur Gesundheitskarten-Einführung", die vom Kölner Zentrum für Versorgungsforschung durchgeführt wird. Grundlage der Untersuchung ist eine Befragung von Ärzten, die die Düsseldorfer Fachmesse Medica besuchten. Die Zwischenergebnisse der Studie wurden auf einer Versammlung der Ärztekammer Nordrhein vorgestellt, wie die Ärzte Zeitung berichtet.
  • Elektronische Gesundheitskarte: Der Blick über die Grenzen

    In der Debatte um die Aussagen einer nicht offengelegten Kosten-Nutzen-Analyse zur Einführung der Gesundheitskarte der Beratungsfirma Booz, Allen, Hamilton hat sich der IT-Branchenverband Bitkom zu Wort gemeldet. Nach Ansicht von Bitkom-Präsident Willi Berchthold werde das größte deutsche IT-Projekt zu Tode geredet, während andere Länder ihre Gesundheitstelematik längst gestartet hätten. "Hier wird die Chance vergeben, mit einem Vorzeigeprojekt die Effizienz und Transparenz im Gesundheitswesen zu erhöhen", erklärte Berchthold in Berlin. Das aber schade dem Innovationsstandort Deutschland. "Wenn wir in Deutschland zu lange warten, werden wir in wenigen Jahren die Lösungen nur noch aus dem Ausland einkaufen", so Berchthold. Dabei hätte die deutsche Industrie schon Vorleistungen im Wert von etwa 50 Millionen Euro in die elektronische Gesundheitskarte gesteckt. Dennoch habe Deutschland immer noch die Chance, mit der elektronischen Gesundheitskarte die Grundlagen für ein "Vorzeigeprojekt mit Weltmarktpotenzial" zu legen, wird Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms zitiert.
  • Elektronische Gesundheitskarte: Der Zeitplan wackelt

    Die Bundesministerin für Gesundheit und soziale Sicherheit, Ulla Schmidt, hat für den kommenden Mittwoch die mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte befassten Experten von Arztverbänden, Krankenkassen und Apothekern zu einem Krisengipfel in ihr Ministerium geladen. Das Krisentreffen ist notwendig geworden, weil sich die beteiligten Verbände bisher nicht auf eine einvernehmliche Lösung darüber verständigen konnten, welche Daten auf der Gesundheitskarte gespeichert werden sollen und welche von zentralen Servern oder einer völlig dezentral ausgestalteten Lösung geliefert werden können.
  • Elektronische Gesundheitskarte: Entschleunigung oder Beschleunigung?

    Auch die elektronische Gesundheitskarte, die 2006 in verschiedenen Testregionen eingeführt werden soll, ist wohl zum Wahlkampfthema geworden. So besuchte die Staatssekretärin Marion Caspers-Merk (SPD) am gestrigen Donnerstag die Walldorfer Firma Intercomponentware. Diese führt derzeit einen eigenen Feldtest mit ihrer Gesundheitsakte LifeSensor durch. Bei ihrem Besuch forderte die Staatssekretärin aus dem Gesundheitsministerium nach einem Bericht des Handelsblatts die verantwortliche Projektgesellschaft auf, endlich die Testregion für die elektronische Gesundheitskarte zu nennen, damit das Projekt nicht gefährdet werde.
  • Elektronische Gesundheitskarte: Entwicklung kann entschleunigt werden

    Während in Österreich die e-card ausgeliefert wird, befindet sich ihr deutsches Pendant, die elektronische Gesundheitskarte, am Anfang der Testphase, in der die Machbarkeit des Gesamtsystems wie die Akzeptanz der Karte geprüft wird. Im Gegensatz zu anderen Vorhaben kommen die aktuellen politischen Turbulenzen dem medizinischen Reformprojekt sehr gelegen: Die Einführung der Gesundheitskarte als Paradestück sozialdemokratischer Technologiepolitik ist nicht mehr an die Bundestagswahl 2006 geknüpft. Entsprechend einfacher sei es, die Testläufe bei Bedarf zu verlängern, ohne gleich mit dem Image vom Maut-Debakel behaftet zu werden, heißt es aus Kreisen der Gematik. Diese ist die Projektgesellschaft, die die ersten Ausschreibungen zur Technik der Gesundheitskarte vorbereitet. Sie sollen Ende Juni veröffentlicht werden.
  • Elektronische Gesundheitskarte: Forderungen an die Lösungsarchitektur

    Unmittelbar nach der Übergabe der Lösungsarchitektur der elektronischen Gesundheitskarte auf der CeBIT haben sich die Parteien zu Wort gemeldet, die über die Ausgestaltung der Spezifikationen hinaus Gefahren sehen. Stefan Etgeton vom Bundesverband der Verbraucherzentralen verwies in einem Vortrag über Patientenrechte darauf, wie wichtig der Genehmigungsvorbehalt seitens des Gesundheitsministeriums ist. Über diesen Vorbehalt haben Etgeton zufolge die Datenschützer die Möglichkeit, in das Projekt einzugreifen, wenn die Privatsphäre bedroht wird.
  • Elektronische Gesundheitskarte: GI und VDE fordern eine erweiterte Risikoanalyse

    Gestern erklärte Wirtschaftsminister Clement, dass elektronische Chipkarten die Füllfederhalter des 21. Jahrhundertsseien, heute geriet die plakative Aussage zur Vereinheitlung der eKarten-Strategie in den verschiedenen Ministerien unter Beschuss. Als unverantwortliche Verharmlosung kritisierte Helmut Pohl, Professor für Informationssicherheit, den Clementschen Füller auf der CeBIT. Auf einem von der Gesellschaft für Informatikund der Informationstechnischen Gesellschaft im VDEorganisierten Forum zur kommenden Gesundheitskarte ließ Pohl kein gutes Haar an den Vereinfachungen. Zu ihnen zählt der Informatiker auch Sätze wie "Die Gesundheitskarte ist sicher".
  • Elektronische Gesundheitskarte: Im Auge des Sturms

    Während ein Wirbel von Nachrichten rund um die Gesundheitskarte für Aufregung sorgt, bleiben die eigentlichen Konstrukteure der Karte gelassen. Sie liegen zwar nicht exakt im Zeitplan, doch sind sie mit den bisher erzielten Fortschritten zufrieden. Dies kann als Fazit des diesjährigen SmartCard-Forums des Fraunhofer Competence Center for Applied Security Technology (CAST) in Darmstadt gezogen werden, das sich ausschließlich mit der Gesundheitskarte befasste.
  • Elektronische Gesundheitskarte: Industrievertreter kritisieren Gesetzentwurf

    Kritik an der Rollenzuweisung der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte gGmbH (gematik) haben Vertreter der IT-Industrie gestern auf einer Anhörung des Bundestags-Gesundheitsausschusses geäußert. Gegenstand der Anhörung war der Entwurf des Gesetzes zur Organisationsstruktur der Telematik im Gesundheitswesen (Bundestagsdrucksache 15/4924, PDF).
  • Elektronische Gesundheitskarte: Ist das Foto notwendig?

    Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat eine Studie vorgestellt, nach der mehr als 90 Prozent der Versicherten und 50 Prozent der niedergelassenen Ärzte beim Arztbesuch die Vorlage eines Personalausweises befürworten. Personalausweis und Versicherungskarte sollen zusammen vorgelegt werden, damit der Missbrauch der Kassenkarten bekämpft werden kann.

    Aus der Befragung von 1000 Versicherten durch die Marktforscher von forsa und TNS Infratest Bielefeld zieht die KKH den Schluss, dass die hohe Akzeptanz einer möglichen Ausweispflicht bei den Versicherten das Foto auf der geplanten elektronische Gesundheitskarte überflüssig macht. Bei den befragten Medizinern ermittelte man große Skepsis: Nur zwei Prozent der Ärzte glauben, dass die neue Gesundheitskarte die Missbrauchsprobleme lösen wird.

  • Elektronische Gesundheitskarte: Karte ist rechtlich gut abgesichert, aber ...

    In einem morgen (Freitag, den 27.01.2005) erscheinenden Interview mit der Fachzeitschrift Deutsches Ärzteblatt erklärt der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, dass die kommende Gesundheitskarte rechtlich sehr gut abgesichert sei. Nun gebe es vorrangig technischen Klärungsbedarf: "Das ist nicht nur eine Karte -- das ist ja viel, viel mehr: ein Infrastrukturprojekt erster Güte, das die Karte als ein dezentrales Medium beinhaltet, darüber hinaus aber die Lesegeräte, die Netze, die Abrechnungsprogramme und so weiter", meinte Schaar gegenüber dem Ärzteblatt. Er betonte, dass es wichtig sei, die Patientenrechte zu stärken und genau zu definieren, wer Zugang zu den medizinischen Daten haben soll. Skeptisch äußerte sich Schaar zur Vorstellung der Gesundheitsexperten, dass die elektronische Gesundheitskarte Einsparungen durch Vermeidungen von Doppeluntersuchungen bringen werde. Vielmehr sei es so, dass sich die Ärzte nicht auf Daten verlassen würden, die sie nicht selbst unter definierten, kontrollierten Bedingungen erhoben hätten.
Zum Seitenanfang