Der Erfolg der elektronischen Gesundheitskarte ist jedoch an die Arbeit der niedergelassenen Ärzte (und Zahnärzte) gekoppelt. Sie sind, es, die das Vertrauen in den Einsatz der Karte vermitteln sollen. Außerdem müssen sie die Kosten für die Karten-Lesegeräte und die bIT4health-Connectoren zur sicheren Datenübertragung bezahlen. In einem Vortrag vor der nordbadischen Ärzteinitiative hatte ein Vertreter von IBM die "Initial-Kosten" auf 3500 Euro geschätzt. Auf dem Symposium e-health hatte Frank Ulrich Montgomery, der Vorsitzende des Marburger Bundes erklärt, dass die niedergelassenen Ärzte diese Kosten aus ihrem Gewinn bestreiten müssen. Demgegenüber seien die Kosten in den Krankenhäusern ohnehin in den IT-Budgets enthalten. Welche Ausgaben Ärzte etwa über die Ausstellung elektronischer Rezepte erstattet bekommen, ist noch völlig offen.
Zur elektronischen Gesundheitskarte und der Reform des Gesundheitswesens siehe auch:
- Elektronische Gesundheitskarten auf dem Weg
- Bitkom fürchtet Sparversion der elektronischen Gesundheitskarte
- Karte ist rechtlich gut abgesichert, aber ...
- Karten-Betriebsgesellschaft gegründet
- Nicht vom Arzt zu eBay
- Elektronische Gesundheitskarte testweise in Rheinland-Pfalz gestartet
- Medica: Die Elektronische Gesundheitskarte ist noch ein Placebo
- Selbstverwaltung will Alleinverwaltung sein
- Elektronische Gesundheitskarte wird zum Forschungsprojekt
- Im Namen der Daten, Artikel zur Unterschriftenaktion von Ärzten gegen die elektronische Gesundheitskarte in Telepolis
- Im Auge des Sturms
- Risikopatient, Die Gesundheitskarte, ein gigantisches IT-Projekt -- wird es zur "Maut II"?, c't 15/04, S. 94
- Patientendaten sicherer beim Arzt?
- Transparente Gesundheitsdaten für alle
- Erstes Lösungskonzept vorgestellt
- Kampf dem Chipkartenbetrug
- EDV-Experten warnen vor IT-Desaster im Gesundheitswesen
- Gesunder Datenschutz bei der Gesundheitskarte fraglich
- Elektronische Gesundheitskarte soll eine Milliarde einsparen
Autor: (Detlef Borchers) /(jk/c't)
Quelle: Heise online, 16.02.2005
