Das Bundeskabinett hat heute beschlossen, im Rahmen der Volkszählung, die in den Jahren 2010/11 für alle EU-Staaten ansteht, auf das registergestützte Modell zu setzen. Dabei wird auf die Daten verschiedener Register zurückgegriffen, die durch Stichproben ergänzt werden. Beim deutschen Verfahren bilden das Melderegister und die Register der Bundesagentur für Arbeit den Daten-Grundstock der Zählung. Diese Daten sollen durch eine postalische Befragung der Gebäude- und Wohnungseigentümer oder der Wohnungsverwalter ausgebaut werden. Mit Interviews in ausgewählten Gebieten würden die Zahlen abgesichert. Im Zeichen knapper Haushaltskassen gilt das Verfahren als die kostengünstigste Methode, bei der rund 450 Millionen Euro ausgegeben werden müssen. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes würde eine traditionelle Volkszählung 1,4 Milliarden Euro kosten.