Der Bürgerservice in den Städten und Gemeinden ist auch deshalb so schlecht, weil die Ämter über keine moderne Computerausstattung verfügen. Nach einer heute vorgelegten Studie des Karlsruher Rechenzentrums-Dienstleisters Fiducia IT AG unter mehr als 1.400 Stadtverordneten urteilen zwei Drittel der befragten Lokalpolitiker, dass die IT-Ausstattung der Verwaltung veraltet sei, und deshalb längere Warte- und Bearbeitungszeiten entstehen. Auch die Zusammenarbeit der Ämter untereinander und Online-Angebote werden dadurch eingeschränkt. Nach den Einschätzungen der Kommunalpolitiker verursachen die veralteten Computer eine deutliche Mehrbelastung bei der Verwaltungsorganisation, indem ein höherer manueller Aufwand und unnötige Mehrfachtätigkeiten bei der Bearbeitung von Bürgeranliegen entstehen. Gleichzeitig können mögliche Ersparnispotenziale bei den Verwaltungskosten nicht genutzt werden. Zusätzlich beklagen die Lokalpolitiker parteiübergreifend, dass durch die unzureichende EDV politische Vorgaben von den Ämtern schwerfälliger umgesetzt würden.
Eine Besserung ist laut den Befragten vorläufig nicht in Sicht, weil den ausgeplünderten Kommunen das Geld für Investitionen fehlt. So kann nur jede siebte Behörde eine Modernisierung der Computer in ihren Amtsstuben fest einplanen.
Unzufrieden zeigen sich die Gemeindevertreter auch mit den Leistungen der kommunalen Rechenzentren. Jeder Zweite bezeichnet sie als unzureichend. Für die Mehrheit von ihnen ist aber auch hier mangels Investitionsmöglichkeiten der Städte und Gemeinden vorläufig keine Besserung in Sicht.
Quelle: de.internet.com
