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Thursday, 5.02.2026
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In Industrieländern sind es 44 Prozent | Haupthindernisse sind Preis und Bildung | 650 Millionen Menschen weltweit online | Medien Radio, Fernsehen und Telefon noch vorne Nur zehn Prozent der Weltbevölkerung nutzen das Internet.

In den Industrieländern sind es rund 44 Prozent, wie aus dem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Jahresbericht der Internationalen Telekommunikationsunion [ITU] hervorgeht. Diesen "digitalen Graben" zu schließen ist die Aufgabe eines Weltinformationsgipfels der Vereinten Nationen, der in der kommenden Woche [10. bis 12. Dezember] in Genf beginnt. Nur 650 Millionen Menschen auf der Welt haben einen Internet-Anschluss.

Hohe Preise

Das Haupthindernis für den Internet-Zugang sei immer weniger die Infrastruktur, sondern der Preis und auch die Bildung, sagte Michael Minges, einer der Autoren des Berichts. So hätten beispielsweise in Südafrika 96 Prozent der Bevölkerung theoretisch Zugang zu Handys. Wegen des hohen Preises verfüge aber nur ein Drittel der Bevölkerung über ein Mobiltelefon.

Netzverwaltung soll unter UNO-Kontrolle

Etwa 95 Prozent der Weltbevölkerung hätten von der Infrastruktur her Zugang zu Radio, 89 Prozent zu Fernsehen und 81 Prozent zu Festnetz- oder Mobiltelefon. Viele Menschen lebten zudem in der Nähe eines Internet-Cafes. In Mexiko sind das 70 Prozent der Bevölkerung, aber nur zehn Prozent nutzten auch das Internet.

Um den digitalen Graben zwischen reichen und armen Ländern zu überwinden, seien auch standardisierte Statistiken nötig, schreiben die Autoren. Es bestehe eine enge Verbindung zwischen dem digitalen und dem statistischen Graben, sagte Minges. 60 Prozent aller Untersuchungen über Internet-Nutzer würden in Industrieländern gemacht.

Quelle: futureZone, 05.12.2003

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