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Saturday, 25.04.2026
Transforming Government since 2001
Der europäische IT-Dienstleister Steria liefert an alle 589 belgischen Kommunen IT-Infrastruktur und Dienstleistungen für den Einsatz des elektronischen Ausweissystems (BELPIC). Bis Ende 2009 sollen 8,5 Millionen belgische Bürger im Besitz des neuen elektronischen Ausweises sein. Die sichere und skalierbare Karte ermöglicht künftig die Authentifizierung des Inhabers bei elektronischen Transaktionen. Als Generalunternehmer schafft Steria in den kommenden Monaten die technologischen Voraussetzungen, so dass die elektronischen Ausweiskarten beantragt, bearbeitet und ausgegeben werden können. Dazu zählen die Lieferung der erforderlichen Hard- und Software, die Einrichtung der Infrastruktur, die Entwicklung neuer Anwendungen und die Anpassung der bestehenden Applikationen des Registre National (Nationalregister). Darüber hinaus entwickelt der IT-Dienstleister eine Reihe von unterstützenden Diensten, wie die Einrichtung eines Helpdesks für die Kommunen, um die Umstellung zu vereinfachen.

Nach einer erfolgreichen Pilotphase mit 70.000 Karten in 11 Kommunen soll der elektronische Ausweis jetzt auch in den übrigen 578 Kommunen eingeführt werden. Ab Ende 2005 können die Bürger in Belgien ihre neue Ausweiskarte beantragen. Bis 2009 soll die Umstellung auf die neuen Ausweise abgeschlossen sein. Das neue Ausweiskartensystem von Steria ist Teil der belgischen E-Government-Inititative, die behördliche Dienstleistungen vereinfachen und modernisieren sowie die Kommunikation zwischen Staat und Bürgern verbessern soll.

Sichere Transaktionen – mehr Service für den Bürger

Steria wendet strengste PKI (Public Key Infrastructure) Verschlüsselungs-Standards an, um die Sicherheit der Kommunikation zwischen den Kommunen und dem Registre National zu gewährleisten. Ein auf der Rückseite der Karte eingebetteter Mikrochip ermöglicht die Aktualisierung der persönlichen Daten des Karteninhabers. Der Inhaber wird durch ein digitales Zertifikat identifiziert, das auf diesem Mikrochip gespeichert ist. Er kann eine elektronische Unterschrift anfügen, um die Authentizität der übertragenen Daten zu bestätigen. Die mit der Karte elektronisch unterzeichneten Dokumente, ob Steuererklärung oder geschäftlicher Vertrag, sind juristisch ebenso gültig wie handschriftlich unterzeichnete. Die Authentifizierung und das Unterzeichnen von Transaktionen finden mit Hilfe von Kartenlesegeräten statt.

Mit der elektronischen Ausweiskarte möchte die belgische Regierung die weitere Entwicklung kommerzieller und behördlicher E-Anwendungen fördern. Dank der Identifizierungsfunktion können die Inhaber des elektronischen Ausweises künftig auf E-Government-Anwendungen zugreifen. Zudem soll die Karte für den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken oder Schwimmbädern genutzt werden. Auch Bankgeschäfte und andere geschäftliche Transaktionen können so sicher erledigt werden. Nicht zuletzt wird auch die Privatwirtschaft von dem neuen Ausweis profitieren. So bereiten sich Banken mit der Einrichtung entsprechender Kartenlesegeräte und der Entwicklung neuer Anwendungen vor. Durch die automatische Übernahme der auf der Karte gespeicherten Daten kann zum Beispiel der Prozess der Kontoeröffnung optimiert und deutlich verkürzt werden.

Quelle: Steria GmbH, 29.09.2004

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