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Friday, 10.04.2026
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Am Donnerstag trafen 10.000 Satelliten-Handys ein, bis dahin stand der Polizei von New Orleans ein einziger Funkkanal zur Verfügung, Amateurfunker halfen aus.

Wenn nichts mehr geht, funktioniert die Kurzwelle - diese Faustregel trifft auch auf das Katastrophengebiet in New Orleans zu. Um die 250 Funkamateure vor Ort haben praktisch von Stunde Null an der Rettung Eingeschlossener mitgewirkt, Notrufe weitergeleitet und bei der Suche nach Vermissten geholfen. Das "West Gulf ARES Emergency Net" unterhält auf den Kurzwellen-Frequenzen 7,285 MHz [tagsüber] and 3,873 MHz [nachts] ein Notrufnetz für die Rettungskräfte. Das Nachrichtennetz der Heilsarmee SATERN [Salvation Army Team Emergency Radio Network] operiert auf 14,265 MHZ und hat im kombinierten Verkehr bis jetzt bereits 12.000 Anfragen weitergeleitet, die zumeist über die Website hereinkamen und über Kurzwelle ins Katastrophengebiet gelangen.

Die Zahl der Freiwilligen, die bereit sind, mit ihren Transceivern, Sendern und Batterien Richtung New Orleans aufzubrechen, geht in die Tausende. Angesichts der gefährlichen Lage in New Orleans hat der Präsident der amerikanischen Amateur Radio Relay League die Amateure zu Geduld aufgerufen und von Einzelaktionen dringend abgeraten.

Freiwillige sollten sich vielmehr bei den "Section Emergency Coordinators" der Funkamateure registrieren und warten, bis sie zum Einsatz gerufen werden.

Katrina sorgt für Chaos im Netz

10.000 Satelliten-Handys

Am Donnerstag sind laut den Anbietern Globalstar und Iriridium 10.000 Satelliten-Telefone im Krisengebiet eingetroffen, um die Koordination unter den Hilfskräften sicher zu stellen.Bis dahin standen den Einsatzkräften maximal ein paar hundert Sat-Telefone zur Verfügung, was angesichts von 8,6 Milliarden Dollar, die nach 9/11 an die US-Bundestaaten für zukünftige Katastrophenfälle ausgeschüttet worden waren, doch Fragen aufwirft.

Allen Polizeikräften in New Orleans stand nach dem Zusammenbruch des Funksystems zusammen ein einziger Funkkanal zur Verfügung, der naturgemäß bald verstopft war - so lange, bis die Funkgeräte nacheinander ausfielen, weil sie nicht aufgeladen werden konnten.

Die Nationalgarde wiederum behilft sich mit einem stromlosen "Fallback-System" nach antikem Vorbild: Nachrichten werden von Läufern zwischen den Abschnittskommandanten übermittelt.

Mit der Brücke über den Lake Pontchartrain wurde auch die Glasfaser-Anbindung der Stadt in Stücke gerissen.Und trotzdem gibt es einen Weblog direkt aus der Katastrophe: von "Outpost Crystal" berichtet der "Interdictor" und das Alpha-Team.

Der New Orleans Blog

Die Amateur Radio Relay League

Quelle: futureZone, 03.09.2005

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