In Tirol arbeiteten Forscher seit mehreren Jahren an einer Software, die alle Krankenhäuser vernetzt und den Austausch von Befunden beschleunigt
Befunde elektronisch zu verschicken ist nicht so einfach, wie man glauben könnte. Das bemerkten Forscher des Innsbrucker Medizin-IT-Zentrums Hitt 2002 am Beginn des Projekts Health@net. "Der Empfänger muss, um Datensicherheit zu gewähren, eindeutig identifiziert werden können. Außerdem mussten wir die Formate der Arztbriefe standardisieren", sagt Thomas Schabetsberger rückblickend. Er leitet das Projekt an der auf medizinische Informatik spezialisierten Universität Umit und kümmert sich nun im Unternehmen ITH icoserve um die Markteinführung einer Software, die Spitäler untereinander vernetzt und den Zugriff auf Befunde erleichtert - vorausgesetzt, der Patient gibt sein Einverständnis dazu. Keine doppelten Untersuchungen, keine Zeitverzögerungen, Kostenersparnis: Schlagworte, die aus dem Traumbuch heimischer Krankenkassen und Spitäler kommen könnten.