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Mittwoch, 29.03.2017
eGovernment Forschung | eGovernment Research 2001 - 2017

IfG.Research hat sechs zentrale Forschungscluster, die sich an zukünftigen und global relevanten Phänomenen orientieren, wobei insbesondere die institutionell-transformatorischen und managerialen Veränderungen und Anforderungen im Mittelpunkt stehen:

  1. Electronic Government:
    eGovernment bedeutet mehr als Verwaltungsleistungen über das Internet abzuwickeln. Deshalb geht es hier vorrangig um die Erforschung neuer Formen der vernetzten Leistungserstellung und neuer Organisationsmodelle wie Shared Service Center, Virtuelle Organisation oder Prozessketten sowie deren institutionelle und strukturellen Implikationen. Hierunter werden auch Fragen der prozess- und service-orientierten Organisationsgestaltung gefasst. Zu diesem Forschungscluster gehören umsetzungsbezogene Themen wie Skill-, Akzeptanz-, Change- und Implementationsmanagement sowie der Untersuchung von IT-Durchdringungsprozessen in der öffentlichen Verwaltung, respektive in Mehrebenensystemen.

  2. eRegional Governance:
    Infrastrukturen der traditionellen Wirtschaftsförderung sind z.B. technische Grunddienste wie Strom oder Kommunikation, Eisenbahntrassen, Flughäfen, Straßen, Autobahnanschlüsse oder Gewerbegebiete. Infrastrukturen der neuen Informationsgesellschaft sind Breitbandtechnologien, auf deren Basis neue eServices entstehen. Hier wird untersucht, welche Kompositionen von eServices unter welchen institutionellen Rahmenbedingungen die Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung in Regionen/ländlichen Räumen positiv beeinflussen. Beispiele für neue eServices sind telemedizinische Anwendungen, verteiltes Lernen über Videokonferenzsystemen (Telepräsenzlernen) oder auch Teleworking.

  3. ICT for Development:
    Hier geht es um die Erforschung von Wirkungen und Potenzialen des IKT-Einsatzes und eGovernment in Entwicklungs- und Schwellenländern. Insbesondere wird der Beitrag von IKT zur wirtschaftlichen Entwicklung und Good Governance untersucht. Ein Schwerpunktbereich bildet die Frage, unter welchen Bedingungen IKT-Anwendungen zur Armutsreduzierung beitragen können. Welche institutionellen Rahmenbedingungen müssen gegeben sein, welche Potenziale und Risiken bzw. welche nicht- intendierten Wirkungen ergeben sich in dem Bereich? Beispielsweise geht es im Bereich eAgriculture um die Frage, wie bestimmte Rent-Seeking-Organisationen umgangen werden können, so dass Hürden für wirtschaftliche Entwicklungen reduziert werden.

  4. Kritische Infrastruktur:
    In diesem Bereich werden Fragen der Sicherheit in der Informationsgesellschaft beantwortet, da mit zunehmender Informatisierung auch die Störanfälligkeit und Abhängigkeit von sicherheitskritischen Strukturen zunimmt, die für das Funktionieren von Gesellschaften relevant sind. Deshalb sind insbesondere Fragen der nationalen Sicherheit und des Staates selbst als Sicherheitsinfrastruktur relevant. Gesellschaften sind mit Informations-, Personen- und Warenverkehr sowie auf IKT basierender Infrastruktur steigenden Bedrohungen ausgesetzt. Wasser-, Energie-, Verkehr- oder Telekommunkationsnetze sind die zentralen Lebensadern moderner Gesellschaften, die mit zunehmender Informatisierung interdependent und damit verwundbar werden. Es wird zur vorrangigen staatlichen und auch gesellschaftlichen Aufgabe, Vorkehrungen zu treffen, wie z.B. die Schaffung von Ausfallstrukturen.

  5. Internationales eGovernance:
    In diesem Forschungscluster geht es um die internationalen Entwicklungen im Bereich eGovernment und weiteren eThemen. Hier sind Themen wie globaler Transfer von eGovernment-Ansätzen, internationales Change Management und die Rolle supranationaler Organisationen bei der Durchsetzung von eGovernment und Standards relevant. Auch Fragen im Hinblick auf Konvergenz von Verwaltungssystemen sowie Europäisierung von Verwaltungssystemen vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung von Modernisierungskonzepten spielen eine Rolle. Internationale Entwicklungen und sich verändernde Rahmenbedingungen werden lfd. ausgewertet sowie globale Lern- und Transferprozesse beobachtet.

  6. Skill Management:
    In diesem Bereich werden zukünftige eSkill- und eGovernment-Skill-Anforderungen, Skill-Policies sowie dazugehörige Institutionalisierungen erforscht. Hintergrund ist, dass zunehmender internationaler Wettbewerb einen bisher nicht gekannten globalen Lern- und Kompetenzdruck ausgelöst hat, von dem im zunehmenden Maße die Gesellschaft und auch die öffentliche Verwaltung betroffen sind.

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