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Dienstag, 27.01.2026
Transforming Government since 2001
Die Internet-Euphorie ist verflogen, und an der Börse werden viele IT-Unternehmen nur noch zum Bruchteil ihres früheren Wertes gehandelt. Der Osnabrücker Internet-Dienstleister net-Com hat sich aus eigener Sicht von diesem Trend abgekoppelt und befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Die aus einem 1994 gegründeten Ursprungsunternehmen hervorgegangene net-Com AG ist auf Kommunalverwaltungen als Kunden spezialisiert und bietet laut Vorstand Detlef Sander Städten, Gemeinden und Kreisen die Möglichkeit, Behördendienste online abzuwickeln (eGovernment). Die dabei bereitgestellte Software ermögliche es den Kunden, für sich selbst ein entsprechendes Portal aufzubauen und zu managen. Dem Bürtger könne ein solches &8222;virtuelles Rathaus" viel Mühe ersparen, weil er sich auf Behördengänge gezielter vorbereiten könne, etwa durch das Herunterladen und Ausdrucken notwendiger Formulare. Dabei sei die Software so einfach, dass selbst Internet-Neulinge mit der Pflege der kommunalen Webinhalte betraut werden könnten.

"Active-City" heißt die von net-Com vertriebene Software für eGovernment-Portale, die derzeit mit einem Gesamtaufwand von 1,5 Millionen Euro erweitert wird. An den Entwicklungskosten beteiligt sich das Land mit rund 470.000 Euro. Zu den Kunden gehören u.a. die Stadt Quakenbrück, die Samtgemeinde Fürstenau, der Kreis Soltau-Fallingbostel und die Gemeinden Wallenhorst, Bissendorf sowie Hasbergen.

In den vergangenen Jahren sei der Umsatz kontinuierlich gestiegen und werde im Geschäftsjahr 2001/2002 (30.9.) rund 520.000 (Vorjahr: 460.000) Euro erreichen, sagte Sander. Zudem werde net-Com nach zwei Verlustjahren die Gewinnzone erreichen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg gegenüber dem Vorjahr um 12 auf 28. Im August übernahm net-Com von der insolventen Paderborner RegioWorld GmbH Marke und Lizenzrechte der Softwarelösung RegioCity für den Aufbau virtueller Rathäuser und verfügt zusammen mit active-City nun über fast 100 Anwender.

Quelle: Neue OZ
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