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Dienstag, 27.01.2026
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Hauptamtsleiter Sven Zuber präsentierte Forster Wissen auf der CeBit

Rund 200 Broschüren verteilt, etwa 20 Vorträge gehalten, unzählige Kontakte geknüpft - das ist die vorläufige Bilanz des Forster Hauptamtsleiters Sven Zuber nach drei Tagen Präsentation des Forster Stadtinformationssystems auf der CeBit in Hannover. Vor drei Jahren machte Forst schon einmal in Hannover von sich reden. Auf der Weltausstellung Expo 2000 präsentierte die Stadt ein eigens entwickeltes Stadtinformationssystem. Ein Jahr später wurde die Weiterentwicklung auf der Computerfachmesse eBase in Cottbus mit einer neuen Plattform vorgestellt. Jetzt war die Stadt Forst auf der CeBit Gast des Fraunhofer eGovernment Zentrums und der Firma Bearing Point, die im Auftrag der Bundesregierung nach Systemlösungen für Unternehmen und Verwaltungen sucht.

Das Projekt der Stadt Forst steht auf der CeBit als Beispiel für ein in sich geschlossenes System, in dem mehrere Informationskomponenten miteinander verbunden sind. Zum internen Netz in der Verwaltung kommt eines, welches Informationen aus dem Rathaus nach außen gibt und die Möglichkeit, Informationen von mehreren Stellen von außen in das System einzuspeisen. «Bis zur nächsten eBase im November in Cottbus wollen wir es schaffen, dass Stadtverordnete auch Zugriff auf nicht öffentliche Teile des Stadtinformationssystems bekommen» , nennt Sven Zuber eines der nächsten Ziele. Mit dem Institut für eGovernment in Potsdam wurde die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens vereinbart.

Neben diesem Ausblick auf interne Weiterentwicklung habe es auf der CeBit auch Gespräche gegeben, die andere Möglichkeiten bieten. So könnten die in der Stadt an der Grenze gesammelten Erfahrungen eine Rolle spielen, weil sich mittlerweile auch Verwaltungen aus Osteuropa für solche Systeme interessieren. «Das soll in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut entwickelt werden und muss im Hause noch beraten werden» , ist Zuber in seiner Bewertung vorerst zurückhaltend.

Sehr gut funktioniere mittlerweile der Erfahrungsaustausch in Deutschland, speziell in den Ländern Berlin, Brandenburg und Sachsen. «Es wird immer die Frage gestellt, ob wir die Lösung des Stadtinformationssystems verkaufen. Aber das funktioniert so nicht» , erklärt Zuber auf die Frage nach dem Nutzen. Man habe bei der Entwicklung des Systems auf fertige Komponenten zurückgegriffen. Das Forster Wissen sei das über das Zusammenspiel dieser Bausteine. Darüber tausche man sich mit Interessenten aus, ohne gleich eine Rechnung aufzumachen. «Kommunen müssen sich untereinander helfen» , das sei das Prinzip. Für ihn sei es erfreulich, wenn beispielsweise die IT-Direktorin von Bremen sich für Forster Lösungen interessiert, meint Zuber. Bremen sei eine in Deutschland führende Kommune, wenn es um Informationsmanagement für Verwaltung geht.

Hintergrund Forst im Netz

Das vor drei Jahren entwickelte Expo-Projekt Stadtinformationssystem ist die Grundlage für die nunmehr auf der CeBit in Hannover präsentierte Lösung. Das elektronische Forster Stadtinformationssystem www.forst-lausitz.de bietet Bürgern und Unternehmen über 100 Dienstleistungen an, vom Behördenvordruck bis zu Beschlussvorlagen der Stadtverordnetenversammlung. Das «gläserne Rathaus» gestattet dabei nicht nur Einblicke von außen, sondern auch Zugriffe auf das System, um Informationen auszutauschen. Bis auf die Unterstützung während der Expo-Phase wurde das System ohne Fördermittel aufgebaut und hat mittlerweile schätzungsweise 50 000 Euro gekostet.

Quelle: Lausitzer Rundschau, 17.03.03

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