Wer sucht der findet: Der feine Unterschied zwischen bund.de und deutschland.de.
Wer einen gängigen Duden aufschlägt, bekommt als Definition für den Begriff Portal die Beschreibung eines Eintrittstors oder einer Eingangspforte. Übertragen in die virtuelle Welt des Internets soll sowohl bund.de, als auch deutschland.de einen konsistenten und übersichtlichen Zugang in die deutsche Internetlandschaft darstellen. Davon abgesehen, dass das Portal deutschland.de, trotz PR-intensiver Vorstellung auf der CeBIT 2002 in Hannover, bisher lediglich das Auffinden von wenigen Pressemitteilungen erlaubt, entsteht der Anschein, dass mehrere Wege den Zutritt in die deutsche Internetlandschaft erlauben. Welche der beiden Eintrittsmöglichkeiten den Haupteingang darstellt und welche die Nebentür ist, ist derzeit noch unklar.
Interessant ist der Sachverhalt, dass das Projekt bund.de vom Innenministerium und das Projekt deutschland.de vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung initiiert wird. Beide betiteln sich jedoch als zentrales Portal der Bundesrepublik. Dem Nutzer, gleich welcher Anspruchsgruppe er angehört, soll durch beide Portale die Möglichkeit eingeräumt werden, schnell auf für ihn relevante Informationen zugreifen zu können. Welches Portal ihm dabei welche Art von Informationen liefert, kann er jedoch allenfalls erahnen. Eventuell kann er auch auf beiden Webpräsenzen überschneidende oder sich ergänzende Informationen finden. Hier bedarf es zwingend einer Personalisierung der beiden Portale. Konkurrenz belebt das Geschäft - dieser Grundsatz gilt sicherlich in der Privatwirtschaft. Dass ein im Idealfall gemeinsam agierender Sektor jedoch untereinander konkurriert, sollte man daraus nicht lernen. Vielmehr sollte eine Zusammenarbeit der beiden staatlichen Akteure stattfinden, um Synergieeffekte zu nutzen.
Die Portale sollen wie beschrieben dem Nutzer die Suche nach relevantem Datenmaterial erleichtern. Begibt sich der potentielle Nutzer der Portale jedoch selbst auf die Suche nach den Webpräsenzen, so wird er unter Umständen dabei Schwierigkeiten haben. Wer bei der Suchmaschine von web.de die Suchbegriffe Bund oder Deutschland eingibt, wird erstaunt feststellen, dass er die öffentlichen Portale nicht sofort auffinden kann. Nimmt er die Suche von google.de in Anspruch, so ist die Webpräsenz bund.de der erste relevante Link. Schwieriger wird es bei dem Schlagwort Deutschland. Hier führt erst der 13. Link auf die gewünschte Webseite von deutschland.de. Die "Visitenkarte" Deutschlands liegt also im Internet noch deutlich hinter dem des Bundes.
Quelle: Politik-Digital
Wer einen gängigen Duden aufschlägt, bekommt als Definition für den Begriff Portal die Beschreibung eines Eintrittstors oder einer Eingangspforte. Übertragen in die virtuelle Welt des Internets soll sowohl bund.de, als auch deutschland.de einen konsistenten und übersichtlichen Zugang in die deutsche Internetlandschaft darstellen. Davon abgesehen, dass das Portal deutschland.de, trotz PR-intensiver Vorstellung auf der CeBIT 2002 in Hannover, bisher lediglich das Auffinden von wenigen Pressemitteilungen erlaubt, entsteht der Anschein, dass mehrere Wege den Zutritt in die deutsche Internetlandschaft erlauben. Welche der beiden Eintrittsmöglichkeiten den Haupteingang darstellt und welche die Nebentür ist, ist derzeit noch unklar.
Interessant ist der Sachverhalt, dass das Projekt bund.de vom Innenministerium und das Projekt deutschland.de vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung initiiert wird. Beide betiteln sich jedoch als zentrales Portal der Bundesrepublik. Dem Nutzer, gleich welcher Anspruchsgruppe er angehört, soll durch beide Portale die Möglichkeit eingeräumt werden, schnell auf für ihn relevante Informationen zugreifen zu können. Welches Portal ihm dabei welche Art von Informationen liefert, kann er jedoch allenfalls erahnen. Eventuell kann er auch auf beiden Webpräsenzen überschneidende oder sich ergänzende Informationen finden. Hier bedarf es zwingend einer Personalisierung der beiden Portale. Konkurrenz belebt das Geschäft - dieser Grundsatz gilt sicherlich in der Privatwirtschaft. Dass ein im Idealfall gemeinsam agierender Sektor jedoch untereinander konkurriert, sollte man daraus nicht lernen. Vielmehr sollte eine Zusammenarbeit der beiden staatlichen Akteure stattfinden, um Synergieeffekte zu nutzen.
Die Portale sollen wie beschrieben dem Nutzer die Suche nach relevantem Datenmaterial erleichtern. Begibt sich der potentielle Nutzer der Portale jedoch selbst auf die Suche nach den Webpräsenzen, so wird er unter Umständen dabei Schwierigkeiten haben. Wer bei der Suchmaschine von web.de die Suchbegriffe Bund oder Deutschland eingibt, wird erstaunt feststellen, dass er die öffentlichen Portale nicht sofort auffinden kann. Nimmt er die Suche von google.de in Anspruch, so ist die Webpräsenz bund.de der erste relevante Link. Schwieriger wird es bei dem Schlagwort Deutschland. Hier führt erst der 13. Link auf die gewünschte Webseite von deutschland.de. Die "Visitenkarte" Deutschlands liegt also im Internet noch deutlich hinter dem des Bundes.
Quelle: Politik-Digital
