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Samstag, 5.04.2025
Transforming Government since 2001
Arbeitskreis der Koalition beschäftigt sich mit Verwaltungskommunikation.

Die Neuorientierung der Kreisverwaltung zum digitalen Landratsamt ist eine der zentralen Positionen in der Koalitionsvereinbarung des Bündnis Zukunft Bergstraße, der Kreiskoalition aus CDU, FDP und Freien Wählern. Der Koalitionsarbeitskreis Wirtschaftsförderung und Regionalpolitik hat jetzt die Sacharbeit zu diesem zukunftsweisenden Thema aufgenommen. Hinter dem Begriff „Das digitale Landratsamt“ verbirgt sich die Nutzung der Möglichkeiten des Internets zur Verbesserung der Kommunikation und zur Beschleunigung und Vereinfachung von Verwaltungsabläufen. „Wir wollen mehr Bürgernähe durch bessere Kommunikation und Interaktion zwischen Verwaltung und Bürgern, schnellere Abläufe innerhalb der Verwaltung durch Nutzung neuer Technologien und eine bessere und schnellere Zusammenarbeit zwischen einzelnen Behörden – sei es zwischen Landratsämtern, zwischen Landratsamt und den Stadt- und Gemeindeverwaltungen oder zwischen dem Landratsamt und Landes- und Bundesbehörden“, nennt Dr. Ulrich Vonderheid, wirtschaftspolitischer Sprecher der Koalition und Vorsitzender des Koalitionsarbeitskreises Wirtschaftsförderung und Regionalpolitik die Motive der Kreismehrheit.

Das Thema ist jedoch vielschichtig und komplex und erfordert ein hohes Maß an technologischem und betriebswirtschaftlichem Verständnis. Die Umsetzung dieses Vorhabens ist stark abhängig von den Computer-technischen Möglichkeiten des Landratsamts und natürlich von den Abläufen innerhalb der Verwaltung sowie von der Bereitschaft und Akzeptanz der Mitarbeiter.

Hinzu kommt, dass bestimmte Voraussetzungen wie die digitale Signatur noch nicht vollkommen ausgereift sind. Die Koalitionäre wissen auch, dass das Landratsamt in Sachen E-Government nicht untätig ist. Auf Basis eines Kreistagsbeschlusses vom September 2001 ist eine Arbeitsgruppe unter Einbindung der Fraktionen aktiv.

Der Internetauftritt des Landkreises gehört zu den besseren im Land. Die Stärken der Kreis-Homepage liegen jedoch in der Information. Die Kommunikation und Interaktion sind nur eingeschränkt möglich. Dies bestätigen auch in einer ersten Analyse IT-Experten, mit denen sich der Koalitionsarbeitskreis zum Thema E-Government regelmäßig austauscht. Die Initiative der Koalition soll nicht unter dem Gesichtspunkt der Rationalisierung stehen, sondern Aspekte wie Verbesserung des Bürgerservices und Beschleunigung von Verwaltungsabläufen gesehen werden.

„Gerade die Wegezeiten, die zum Transport von Akten benötigt werden, sind es, die in den Augen des Bürgers das Verwaltungshandeln zur langwierigen Belastung werden lassen. Wenn Anträge per Knopfdruck auf elektronischem Wege transportiert werden könnten, würde dies bis zu 90 Prozent der Bearbeitungszeiten ersparen. Und das ist echte Bürgerorientierung“, so Dr. Vonderheid vor dem Arbeitskreis.

Die Kreiskoalition möchte jedoch nicht aktionistisch, sondern strategisch vorgehen. „Das Thema ist aufwendig und kostet nicht unerhebliche personelle und finanzielle Ressourcen, bevor Kommunikation, Geschäftsprozesse und Interaktion Internet-basiert laufen können“, erläuterte Matthias Wilkes, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion und Landratskandidat der Union.

„Aus diesem Grund soll zunächst ein strategisches Konzept und ein Masterplan erstellt werden“, so Wilkes weiter. Im kommenden Jahr wollen die Kreiskoalitionäre den Grundstein dazu legen, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

Quelle: Main-Rheiner

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