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In den USA wird laut Medienberichten die strikte Haltung zur Erteilung von Einreiseerlaubnissen aufgegeben. Bislang gilt der Pass mit Chip für biometrische Merkmalen wie Fingerabdruck- und Iris-Scan-Daten als eine Voraussetzung dafür, dass EU-Bürger ab Herbst weiter ohne Visum in die USA einreisen dürfen. Davon könnte die USA nun abweichen. Es wird erwartet, dass das Department of Homeland Security demnächst neue Vorschriften vorlegt. Demnach müssten die verlangten Pässe zunächst ab Oktober lediglich eine digitale Fotografie enthalten und noch keinen ID-Chip. Somit würden die USA die Biometrie-Spezifikationen der (PDF) der International Civil Aviation Organization der UN zur Grundlage nehmen. Vor diesem Hintergrund wird darüber berichtet, die irische Regierung überlege, die Einführung von biometrischen Pässen zu verschieben. In Deutschland beginnt ab 1. November die Einführung von Pässen mit auf RFID-Chips gespeicherten biometrischen Merkmalen. Sie wird wie von der EU-Verordnung vorgesehen in zwei Teilschritten erfolgen.

Seit dem 26. Oktober 2004 müssen Reisende aus EU-Ländern einen maschinenlesbaren Pass vorzeigen, um ohne Visum in die USA einreisen zu können. Ab dem 26. Oktober 2005 müssen nach bisherigem Stand die Pässe von Deutschen und Staatsbürgern aus 26 weiteren so genannten Visa-Waiver-Ländern, die ohne Visum in die USA einreisen können, zudem biometrische Informationen enthalten. Diese Auflagen konnten die meisten Visa-Waiver-Staaten bis Oktober 2004 noch nicht erfüllen. Daher hatte das US-Innenministerium hatte bereits vor zwei Jahren erwogen, den Anlauf für Hightech-Reisepässe zu verlängern.

Autor: (anw/c't)

Quelle: Heise online, 14.06.2005

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