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Die Städte- und Kommunalregierungen rüsten auf in Sachen kabellose Breitbandnetze. Besonders in Nordamerika und Asien sollen die Wi-Fi-Netze aus dem Boden sprießen.

Im vergangenen Jahr deckten die städtischen Wi-Fi-Netze weltweit gerade einmal 3.885 Quadratkilometer ab. Bis 2010 sollen es aber 325.000 Quadratkilometer werden, prognostizieren die Marktanalysten von ABI Research. Das entspräche der Fläche von Polen oder dem US-Bundesstaat New Mexico. Den Hauptanteil an der Abdeckung mit städtischen Wi-Fi-Netzen sollen die Regionen Nordamerika und der asiatisch-pazifische Raum haben. Mehr als eine Million Router sollen 2010 versandt werden, um diese Netze aufzubauen. Die Umsätze aus diesem Geschäft schätzt ABI auf 1,2 Milliarden US-Dollar.

Zudem haben die Analysten vier entscheidende Trends ausmachen können, die diese Entwicklung vorantreiben. Erstens möchten viele Kommunalregierungen Breitbandnetzwerke aufbauen, um die öffentliche Sicherheit zu fördern und die Effizienz der Regierung zu steigern. Zweitens sehen alternative ISPs ihre Chance im Wettbewerb mit etablierten Service Providern im Aufbau von vermaschten Netzwerken. Drittens betrachte man Wireless-Mesh-Networking-Technologie als effiziente und kostengünstige Möglichkeit unterversorgte Gebiete an das Breitband-Angebot anzuschließen. Viertens können die vermaschten Netze auch als Wettbewerbs-Tools für Kabelanbieter fungieren. Allerdings seien die Wireless-Mesh-Networks nicht immer perfekt für alle kommunalen Netzwerke, gibt Sam Lucero von ABI zu. Der Großteil der Versorgung sei zwar mit vermaschten kabellosen Netzen aufgebaut worden, aber man schaue auch gespannt auf die Marktentwicklungen von WiMAX und ähnlich Funktechnologien.

Quelle: Ecin, 24.03.2006

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