Mit Hilfe dieser Geoinformationen sollen die Lagezentren entscheiden, welche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung eingeleitet werden müssen und ob weitere Ressourcen aus benachbarten Bundesländern, vom Bund oder aus dem Ausland anzufordern sind. Allerdings können sie mit "deNIS II" noch nicht entscheiden, wie viele Brandbetten tatsächlich frei sind oder welche Ärzte verfügbar sind. Sie wissen auch nicht, wo welche Rettungskräfte tätig sind. Dafür sollen nun in "deNIS II plus" aktuelle Daten im Krisenfall integriert und Meldungsdaten zu Gesamtlagebildern aufbereitet werden. Beispielsweise sollen Simulationsdaten über die Ausbreitung einer Giftgaswolke als Layer über Landkarten gelegt werden können oder Großwetterlagen auf Landkreisebene projiziert. Zusätzlich soll der Einsatzverlauf durchgängig dokumentiert werden können. Genutzt werden wird "deNIS II plus" von den Ländern, der Bund stellt lediglich die technische Plattform bereit.
Das im Mai 2004 gegründete BBK soll dem Koordinationswirrwarr bei Katastrophenlagen vorbeugen, wie es zum Beispiel während des Elbehochwassers im Sommer 2002 auftrat. Vor allem in den Bereichen Information und Koordination soll es als Servicestelle des Bundes das Krisenmanagement der Länder unterstützen.
Autor: (Christiane Schulzki-Haddouti) / (anw/c't)
Quelle: Heise online, 18.05.2005
