Wie Tan Jin Soon, Executive Director der EPC-Global-Sektion Singapur, ausführte, wird der neue Standard es erlauben, Equipment unterschiedlicher Hersteller parallel zu nutzen, ohne Datenverluste zu riskieren. Darüber hinaus legen die Spezifikationen fest, dass alle "Tags", sofern sie auf einer Ultrakurzwellen-Frequenz zwischen 860 und 930 Megahertz funken, auch grenzüberschreitend gelesen werden können, so Tan weiter. Derzeit sind für die RFID-Signale - je nach Herkunftsland - ganz unterschiedliche Frequenzbänder reserviert.
Last, but not least befasst sich der neue Standard auch mit den gespeicherten Informationen. Dem Problem, dass auf einem gängigen RFID-Chip nur 96 Bit Platz finden, begegnet EPC Global mit einer simplen Lösung: Der Gegenstand wird lediglich mit seiner 13-stellige Seriennummer gekennzeichnet, weitere Informationen holt sich das Lesegerät aus dem Internet. Wie es den richtigen Artikel dort wiederfindet, gehört ebenfalls zu den Fragen, die die zweite Generation des EPC-Global-Standards beantwortet.
Dass die Industrie die Vorgaben annehmen wird, steht für Tan außer Frage - zumal die Spezifikationen ohne Lizenzgebühren herausgegeben werden. Und damit wäre aus Sicht des EPC-Global-Managers eine wichtige Voraussetzung erfüllt, um die Kosten der RFID-Einführung merklich zu senken.
Autor: (qua)
Quelle: Computerwoche, 03.03.2005