"Das Problem wiegt umso schwerer, als diese Technik dank der sinkenden Kosten nicht nur für die großen Marktteilnehmer, sondern auch für kleinere Player und einzelne Bürger erschwinglich wird", so der Bericht. Aus diesem Grund bemüht sich die EU-Arbeitsgruppe nach eigenem Bekunden nicht nur um einen Verhaltenskodex für die Anwender, sondern auch um Regelungen für die Hersteller von Funkchips ("Tags"), Lesegeräten und Anwendungen sowie für die Standardisierungsgremien. Letztere sollen dafür sogen, dass die technischen Spezifikationen auch Datenschutzfunktionen umfassen. Unter anderem drängt die Gruppe auf den Einsatz von Verschlüsselungstechniken, die den unauthorisierten Zugriff auf gesammelte und gespeicherte Daten verhindern.
Mit einer weiteren Empfehlung dürfte die Working Group allerdings auf taube Ohren stoßen: Dass die Bürger selbst in der Lage sind, RFID-Etiketten ohne größeren Aufwand außer Funktion zu setzen, kann den Anwendern nicht ins Konzept passen. Bis zum Ende des kommenden Monats sammelt die Arbeitsgruppe jetzt öffentliche Stellungnahmen.
Autor: (qua)
Quelle: Computerwoche, 24.02.2005