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Veröffentlicht: 25. Januar 2006
Die Zukunft für die universell einsetzbaren RFID-Chips kann sich sehen lassen: Experten prognostizieren in zehn Jahren einen zehnmal höheren Marktwert.
Die Zahl aller innerhalb der letzten sechs Jahre verkauften RFID-Tags beträgt 2,4 Mrd. Stück, davon wurden allein im vergangenen Jahr 600 Mio. Stück verkauft. Entsprechend viel Geld wurde auch für Radio-Frequency-Identification ausgegeben: Nach Angaben der Experten von IDTechEx beliefen sich die Ausgaben 2005 allein für Tags auf 1,2 Mrd. US-Dollar. Für Tags, Reader und Services wurden insgesamt 1,85 Mrd. US-Dollar ausgegeben. Für das laufende Jahr erwarten IDTechEx RFID-Tag-Verkäufe von 1,3 Mrd. Stück. Die Tags kommen bei unterschiedlichsten Anwendungen zum Einsatz, beispielsweise bei der Gepäcküberwachung, bei Passkontrollen sowie bei kontaktlosem Bezahlen und der Medikamentenüberwachung.
Fragt man die Experten nach RFID-Prognosen für die nächsten zehn Jahre, so wird erklärt, dass der Markt sich verzehnfachen werde. Die Zahl der verkauften Tags soll 2016 sogar 450-mal höher sein als in diesem Jahr. Liegt der Wert des RFID-Marktes in diesem Jahr noch bei 2,71 Mrd. US-Dollar, so soll er 2016 stolze 26,23 Mrd. US-Dollar betragen. Diese Prognose berücksichtige auch die vielen, neu entstehenden RFID-Märkte, beispielsweise den Markt für Real-Time-Location-Systems (RTLS) unter Nutzung von aktivem RFID, der 2016 allein sechs Mrd. US-Dollar einfahren soll. Wachstum wird es auch im Bereich der passiven RFID geben, meinen die Experten. Hier sind besonders Artikel in hoher Stückzahl Treiber der Entwicklung, unter anderem bei Konsumgütern, Medikamenten und Postsendungen. Vorteile bleiben hier die bereits bekannten Maßnahmen gegen Versorgungslücken, für erhöhte Sicherheit und Kundenservices sowie zur Reduzierung von Straftaten.
Quelle: Ecin, 24.01.2006