Der Rest entspricht der deutschen Lösungsarchitektur, bei der VPN-Verbindungen mit den Access-Servern der Kassen aufgebaut werden. Einen Unterschied gibt es in einem Notfall. Selbst wenn das Handy zerstört ist, können die Rettungskräfte die Notfalldaten per RFID-Kommunikation auslesen, während die anderen Fächer gesperrt sind. Ein weiterer Unterschied ist die Bezahlfunktion: Müssen beim Apotheker Aufschläge für Medikamente bezahlt werden, so kann dies per Handy erfolgen und wird dann mit der Telefonrechnung abgerechnet. Die niederländische Konzeptstudie stößt in Ländern wie Finnland oder Ägypten auf großes Interesse, in denen Mobiltelefone zum persönlichen Standard gehören, heißt es bei Vodafone.
Neben seiner Konzeptstudie zeigt das Mobilfunkunternehmen einen roten Kartenleser mit zwei Einsteckplätzen für die health Professional Card und die elektronische Gesundheitskarte, der den Spezifikationen der Lösungsarchitektur entsprechen soll. Die Idee ist hier, wie beim Handy-Vertrag den Ärzten oder Apothekern die Technik subventioniert zur Verfügung zu stellen, wenn diese sich im Gegenzug für Vodafone als Kommunikations-Provider entscheiden.
Autor: (Detlef Borchers) / (anw/c't)
Quelle: Heise online, 15.03.2005
