Die zentrale Anforderung der Datenschützer ist, dass die Versicherten nach den gesetzlichen Vorgaben in die über die Karte erfolgende Datenverarbeitung weitgehend eingewilligt haben müssen. Um die hierfür nötige Akzeptanz bei den Versicherten zu erlangen, seien neben den rechtlichen auch die tatsächlichen -- technischen und organisatorischen -- Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sowohl das Patientengeheimnis als auch die Wahlfreiheit bei der Datenspeicherung und -übermittlung gewahrt sind. Die Versicherten müssten darüber informiert werden, welche Datenverarbeitungsprozesse mit der Karte durchgeführt werden können, wer hierfür verantwortlich ist und welche Bestimmungsmöglichkeiten sie hierbei haben.
Die Verfügungsbefugnis der Versicherten über ihre Daten, wie sie bereits bei Datenschutzkonferenzen in den Jahren 1994 (PDF) und 1995 (PDF) gefordert wurde, müsse sichergestellt werden, um die Vertraulichkeit der konkreten elektronischen Kommunikationsbeziehungen unter der Kontrolle der Betroffenen entsprechend dem gegenwärtigen technischen Stand zu gewährleisten.
Zur elektronischen Gesundheitskarte und der Reform des Gesundheitswesens siehe auch:
- Deutsche und österreichische Gesundheitskarte im Vergleich
- Microsoft und Intel stellen gemeinsame Medizintelematik-Plattform vor
- GI und VDE fordern eine erweiterte Risikoanalyse
- Industrievertreter kritisieren Gesetzentwurf
- Die Gesundheitskarte als Universal-ID
- Lösungen für die Gesundheitskarte
- Ärzte erwarten Einführung im Jahr 2007
- Fraunhofer-Institute legen Spezifikationen für Gesundheitskarte zur CeBIT vor
- Startlöcher in und um Heilbronn
- Ärzte sind skeptisch
- Elektronische Gesundheitskarten auf dem Weg
- Bitkom fürchtet Sparversion der elektronischen Gesundheitskarte
- Karte ist rechtlich gut abgesichert, aber ...
- Karten-Betriebsgesellschaft gegründet
- Nicht vom Arzt zu eBay
- Elektronische Gesundheitskarte testweise in Rheinland-Pfalz gestartet
- Medica: Die Elektronische Gesundheitskarte ist noch ein Placebo
- Selbstverwaltung will Alleinverwaltung sein
- Elektronische Gesundheitskarte wird zum Forschungsprojekt
- Im Namen der Daten, Artikel zur Unterschriftenaktion von Ärzten gegen die elektronische Gesundheitskarte in Telepolis
- Im Auge des Sturms
- Risikopatient, Die Gesundheitskarte, ein gigantisches IT-Projekt -- wird es zur "Maut II"?,c't 15/04, S. 94
- Patientendaten sicherer beim Arzt?
- Transparente Gesundheitsdaten für alle
- Erstes Lösungskonzept vorgestellt
- Kampf dem Chipkartenbetrug
- EDV-Experten warnen vor IT-Desaster im Gesundheitswesen
- Gesunder Datenschutz bei der Gesundheitskarte fraglich
- Elektronische Gesundheitskarte soll eine Milliarde einsparen
Autor: (anmz/c't)
Quelle: Heise online, 12.03.2005
