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Samstag, 5.04.2025
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Europa domininiert weiter das e-readiness Ranking der Institute "Economist Intelligent Unit" und "IBM Institute for Business Value". Unter den ersten zehn Plätzen befinden sich sieben westeuropäische Staaten, darunter die vier skandinavischen Länder Dänemark (wie 2004 auf Platz 1), Schweden (ebenso unverändert auf Platz 3), sowie Finnland und Norwegen mit den Plätzen 6 und 9. Deutschland belegt den 12. Platz und verbessert sich damit gegenüber 2004 um einen Zähler. Das e-readiness Ranking (PDF-Datei) erscheint seit 2000 jährlich. Es beurteilt die Fähigkeit der teilnehmenden Staaten, die Informations- und Kommunikationstechnologie zu fördern. Hierzu wird die technische Infrastruktur im Bereich Computer und Telefonie untersucht. Die verwendeten Methoden und die Gewichtung der einzelnen Kriterien wird immer wieder dem Internet-Markt angepasst. Dieses Jahr wurde beispielsweise auf die wachsende Bedeutung von Breitband-Internetzugängen, seien sie mobil oder stationär, eingegangen.

Wieder auf Erfolgskurs in Sachen e-readiness sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Nachdem sie im vergangenen Jahr auf Platz 6 zurückgefallen waren, belegen sie 2005 Platz 2. Dies führen die Herausgeber der Studie zum einen auf den dortigen Anstieg von Breitband-Internetzugängen zurück, zum anderen betonen sie die führende Rolle der USA bei Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologie und bei der Verbreitung von sicheren Internetservern.

In den asiatischen Ländern behaupten sich Hongkong und Singapur auf den vorderen Plätzen. Mit dem diesjährigen 6. Platz hat Hongkong Singapur (Platz 11) sogar überholt. Dies sei auf innovative Entwicklungen im e-business-Bereich, positive juristische und politische Rahmenbedingungen und Fortschritte im Mobilbereich zurückzuführen.

Auch wenn Indien und China mit Platz 49 und 54 im unteren Bereich der Rangliste zu finden sind, betonen die Herausgeber deren wachsenden Beitrag für die digitale Industrie. Indien verfüge über eine starke Basis an informations- und kommunikationstechnologischen Kompetenzen, China besitze in diesem Bereich eine erstaunliche Produktion. Beider Staaten ziehen zudem den "Löwenanteil" an weltweiten Fremdinvestitionen im technischen Bereich auf sich. Allerdings seien selbst Milliarden von Dollar an Investitionen und Umsätzen im Informations- und Kommunikationsbereich klein im Vergleich zur ihrer Gesamt-Wirtschaft. Weiter wird in Betracht gezogen, das China zwar mit 22 Millionen Breitband-Internetanschlüssen der Welt zweitgrößter Bezieher von schnellem Internet sei, dies jedoch nur eine 2-prozentige Verbreitung unter der Bevölkerung bedeute.

Autor: (bbu/c't)

Quelle: Heise online, 21.04.2005

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