Benjamin Weißmann vom Telekommunikationsanbieter Tenovis sieht auch keine Sicherheitsprobleme bei der Digitalen Signatur. Sie müsse nur mehr Verbreitung finden, um das Vertrauen der Endverbraucher zu gewinnen. Er könnte zum Beispiel lästigen Datenmüll im E-Mail-Verzeichnis so besser filtern, womit das leidige Spam-Problem gelöst wäre. Die Digitale Signatur wird aufgrund ihrer zugrunde liegenden Sicherheitsmerkmale auch als Schlüssel für betriebsinterne Systeme eingesetzt. In Zukunft könnte also das Passwort für den Einstieg in Programme nicht mehr genügen.
Bankomatkarten mit Signatur
Weißmann glaubt, dass die für 2004 angekündigten Bankomatkarten mit Signatur eine Möglichkeit sind, der digitalen Unterschrift einen Popularitätsschub zu geben. Er hält aber auch viel von der Idee einer All-in-one-Card, die zur Bezahlung, Authentifizierung und zur Sammlung wichtiger Gesundheitsdaten über den Besitzer dienen könnte. Er habe keine Bedenken dagegen.
Die Gefahr eines Missbrauchs oder einer totalen Durchleuchtung des Endkunden sieht er dabei nicht wirklich. Der Gesetzgeber würde jeden User schützen und von vornherein derartige Dinge unterbinden, was auch Ulreich so sieht. Vernetzungen von Daten seien möglich, dazu müssten aber hinreichend vertretbare Gründe vorhanden sein. Viel anfälliger für Missbrauch, so Weißmann, sei eine andere zuletzt häufig diskutierte Sicherheitstechnologie: die Biometrie, die zur Identifikation der Menschen dient. Man könne derzeit Iris-Scans oder Fingerprints noch nicht hundertprozentig vertrauen, weil die Technologie noch nicht ganz ausgereift sei. Vor allem in Österreich sei Biometrie noch kein großes Thema, bestätigt Ulreich. Der Markt würde aber sicher bald interessant werden.
Quelle: ECAustria
