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Donnerstag, 29.01.2026
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Der IT-Branchenverband BITKOM hat sich heute on Berlin gegen Kritiken der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung gewandt, nach der die geplante Gesundheitskarte den Datenschutz aushebeln würde. In einer Anzeigenkampagne gegen die geplante Gesundheitsreform kritisierte die Zahnärzte Schritte zum "gläsernen Patienten" Weil vollständige Krankenakten auf der Gesundheitskarte gespeichert würden, wäre der Datenschutz nicht mehr gesichert und die Gefahr des Missbrauchs hoch. Demgegenüber vertritt der BITKOM, dass das Speichern kompletter Krankenakten schon allein aus technischen Gründen nicht möglich ist. Es sei vielmehr der Patient, der darüber entscheide, welche Daten auf der Gesundheitskarte gespeichert werden und welchen medizinisch berechtigten Personen er sie zur Verfügung stellen will. Heute würden sensible Patientendaten ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen schriftlich, per Fax oder E-Mail übermittelt.

"Hier werden die Patienten wider besseres Wissen verunsichert und gezielt in die Irre geführt", kommentiert der Vorsitzende der BITKOM- Geschäftsführung, Bernhard Rohleder, die Aktivitäten der Zahnärzte-Organisation. Die elektronische Gesundheitskarte soll 2006 eingeführt werden und bringt der IT-Industrie nach eigenen Angaben Aufträge im Wert von etwa 1,3 Milliarden Euro.

Joachim Jacob, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, hatte heute betont, das der Grundsatz der Freiwilligkeit eines seiner Hauptanliegen bei der bisherigen Mitarbeit an der Konzeption der Gesundheitskarte gewesen sei. "Darüber hinaus wird durch technische Vorkehrungen gewährleistet, dass nur mit Einverständnis der Patienten durch berechtigte Ärzte, Zahnärzte und Apotheker unter Einsatz ihres elektronischen Heilberufsausweises auf die Gesundheitskarte zugegriffen werden kann." Ein unberechtigter Zugriff durch Arbeitgeber sei damit ausgeschlossen. Der Schutz vor Missbrauch der Gesundheitsdaten werde zusätzlich durch spezielle Strafvorschriften gestärkt.

Quelle: de.internet.com

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