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Donnerstag, 29.01.2026
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Deutsche Manager nutzen selbst PDAs

Die deutsche Wirtschaft hat sich in Europa am besten auf die Nutzung von Mobile Business vorbereitet. Dies soll eine vergleichende Untersuchung der Beratungsgesellschaft CMG über mobile Arbeitsplätze in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden zu Tage gefördert haben. Demnach verfolgen über 80 Prozent der deutschen Führungskräfte ein strategisches Konzept bei der Technologie für Mobile Business - weit mehr als in jedem anderen Land. So haben nur rund 30 Prozent der niederländischen Manager eine Technologiestrategie für die mobile Arbeitswelt entwickelt. In Frankreich gilt das nur für 15 Prozent, in Großbritannien sogar nur für ein Zehntel der Führungskräfte.

Deutsche Manager entwerfen nicht nur Strategien, sondern nutzen auch selbst aktiv die technischen Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten, hat die Untersuchung ergeben. So setzen sie unterwegs Personal Digital Assistants deutlich öfter ein als ihre Kollegen im Ausland, hat CMG festgestellt.

Unter den von CMG kontaktierten Beschäftigten kommt das Konzept des "Mobile Working" in Deutschland ebenfalls besser an als in den anderen europäischen Ländern. Praktisch alle deutschen Arbeitnehmer wissen die erhöhte Flexibilität für sich zu schätzen und bewerten das mobile Arbeiten als richtig für ihr Unternehmen. Die Gefahr, durch das ständige Arbeiten unterwegs vom Kommunikationsfluss der Firma abgeschnitten zu sein, stufen die "Mobile Worker" in Deutschland deutlich geringer ein als ihre Kollegen in anderen Ländern. Nicht einmal 20 Prozent der in Deutschland Beschäftigten sehen sich im Informations-Nachteil, während sich in Großbritannien 30 Prozent und in Frankreich deutlich über 40 Prozent von der Firmenkommunikation ausgeschlossen fühlen.

Allerdings beklagen in der CMG-Studie die Beschäftigten in Deutschland auch stärker als ihre Kollegen im Ausland, dass die mobile Arbeitsweise mehr Selbstdisziplin erfordert (42 Prozent) und ihnen das Gefühl vermittelt, ununterbrochen arbeiten zu müssen (29 Prozent). Zudem beklagen ein Drittel der deutschen "Mobile Worker" das mangelnde soziale Arbeitsumfeld, ein Aspekt, den nicht einmal 5 Prozent der französischen Beschäftigten stört.

Es wurden 275 Führungskräfte sowie Beschäftigte, die über 20 Prozent ihrer Arbeitszeit außerhalb des Büros verbringen, in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt. Der Untersuchung erstreckte sich auf die Branchen Finanzdienstleistungen, Öffentliche Verwaltung, Produktion, Handel, Mineralölindustrie, Versorgungswirtschaft, Telekommunikation, Medien und Technologie.

Quelle: Golem

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