Neuenburg steige damit nun ernsthaft ins E-Government ein, erklärte die zuständige Staatsrätin Sylvie Perrinjaquet am Donnerstag. Das Angebot ist zurzeit noch beschränkt und soll in den nächsten zehn Jahren zu einem Vollangebot ausgebaut werden. Zu Beginn bietet Neuenburg etwa Autoversicherern an, die nötigen Information über ihre Kunden beim elektronischen Schalter des Kantonalen Strassenverkehrsamtes einzuholen. Gleiches ist für Immobilien-Eigentümer möglich, die Gebäudeversicherungen abschliessen wollen.
Auch können die Veranlagungsentscheide der Steuerbehörden sowie der Zahlungsstand künftig rund um die Uhr konsultiert werden. Auf die Möglichkeit, die Steuererklärung online auszufüllen, müssen die Neuenburgerinnen und Neuenburger aber noch bis 2007 warten. In mehreren anderen Kantonen besteht diese Möglichkeit bereits.
Der Zugang zum «Guichet unique» wird nur auf Antrag freigegeben. Dabei erhalten die Nutzer wie beim E-Banking ein Passwort sowie eine Streichlistennummer. Neuenburg hat für seine E-Government- Projekte als erster Schweizer Kanton im letzten Jahr eine gesetzliche Grundlage geschaffen.
Autor: SDA
Quelle: Basler Zeitung, 28.04.2005
