Vorne liegen Österreich, Malta, die Tschechische Republik und Portugal, wie eine Untersuchung im Auftrag der EU-Kommission zeigt. Sie wurde bereits zum siebten Mal durchgeführt.
Überprüft wurden 20 Dienstleistungen in den 27 EU-Staaten sowie in Island, Norwegen, in der Schweiz und der Türkei. Durchgeführt wurde die Studie vom Zürcher Beratungsunternehmen Capgemini.
Der «Online-Umsetzungsgrad» - der Durchschnittswert aller untersuchten Dienstleistungen - liegt in der Schweiz bei 60 Prozent, wie die Studie aufzeigt. In der EU liegt dieser Wert durchschnittlich bei 75 Prozent.
Vollständig können in der Schweiz 21 Prozent der untersuchten Leistungen online erledigt werden. Das sind zehn Prozent mehr als letztes Jahr. EU-weit hat dieser Wert auch um zehn Prozent zugenommen und beträgt nun 58 Prozent.
Das schlechte Abschneiden der Schweiz führt Achim Schreiber, Mediensprecher der Capgemini, auf den Föderalismus der Schweiz zurück. «In der Schweiz ist es schwerer, entsprechende Strukturen aufzubauen», sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Mit der kürzlich von Bund und Kantonen erarbeiteten Rahmenvereinbarung über die E-Government-Zusammenarbeit in der Schweiz sei aber eine gute Grundlage gelegt, sagte Schreiber weiter.
Dass sich e-Government in der Schweiz nur auf einem tiefen Niveau weiter entwickelt, hat im Mai auch eine Studie der Universität St. Gallen gezeigt. Das Online-Angebot der öffentlichen Verwaltungen sei seit 2004 nur in bescheidenem Mass gewachsen, kamen die Autoren zum Schluss.
Autor(en)/Author(s): SDA
Quelle/Source: Basler Zeitung, 01.10.07
