Heute 2297

Gestern 2624

Insgesamt 60158722

Freitag, 27.02.2026
Transforming Government since 2001
Mit "E-Government" können Grazer Behördenwege per Internet erledigen. Stadtchef Nagl startet "Vorreiter-Projekt" für EU.

Eine Nummer ziehen, warten und nach dem Gespräch mit dem Beamten frustriert abziehen, weil man für seinen Antrag nicht alle Urkunden vorweisen konnte. Solche Szenen sollen bald der Vergangenheit angehören. Seit gestern erspart der PC via Internet für 13 Behördenleistungen der Stadt den Amtsweg. Alles, was man braucht, ist die Bürger-Card und ein Kartenlesegerät. Bürgermeister Siegfried Nagl eröffnete bei der Präsentation den ersten "elektronischen Akt" via Internet und war stolz über die "Vorreiterrolle" von Graz: "Wir haben mit der E-Government-Plattform ein neues Tor zur Stadt eröffnet. Die Technik macht Verfahren rascher, ersetzt aber nicht die Beamten." Diese hätten mehr Zeit für ihre Arbeit, weil der Parteienverkehr durch den PC reduziert werde.

Begeistert von der raschen Einführung der Plattform ist Ex-Minister Hannes Farnleitner, der 2004 als Ideengeber im Gespräch mit Nagl die Initialzündung für das Projekt gegeben hat: "Das Grazer Modell wird E-Government rasch verbreiten, weil es von allen Gemeinden Österreichs übernommen werden kann. In Folge soll es auch nach Europa exportiert werden."

Dass die "elektronischen Beamten" aber auch ihre Tücken haben, zeigte sich schon am ersten Tag des E-Government-Betriebs auf www.graz.at: Nach Nagls geglückter Premiere versagte das Angebot seine Dienste.

Quelle: Kleine Zeitung, 10.08.2005

Zum Seitenanfang