Einheitliches Netz im zweiten Anlauf
Mit dem neuen Funksystem BOS können alle Blaulichtorganisationen auf einer Frequenz funken, das soll eine reibungslose Kommunikation vor allem bei Großeinsätzen sicherstellen. Laut Innenministerium ist das neue System weit billiger und technisch ausgereifter als das gescheiterte erste einheitliche Funksystem Adonis. Diese gescheiterte erste Anlauf hatte viel Staub aufgewirbelt.
Während der Umstellung auf das neue BOS-System können auch die bestehenden analogen Funkgeräte einige Jahre verwendet werden.
Bund und Land teilen sich Kosten
Das neue Blaulichtfunknetz soll neun bis elf Millionen Euro kosten. Die Kosten werden zu 80 Prozent vom Bund und zu 20 Prozent vom Land getragen. Die jährlichen Betriebskosten werden auf 300.000 bis 400.000 Euro geschätzt.
Der zuständige Landesrat Josef Plank und Innenministerin Liese Prokop (beide ÖVP) haben am Montag eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.
NÖ ist eines der ersten Bundesländer, die das gemeinsame Funknetz umsetzen, es soll bis 2007 fertig sein. Etwa 230 Funkstationen werden dafür nötig sein. Das Innenministerium plant das BOS bundesweit auszubauen.
Quelle: NÖ ORF, 19.07.2005
