Digitalisierte Fingerabdrücke
"Die Dokumente sollen mit biometrischen Identifikatoren - etwa digitalisierten Passfotos und Fingerabdrücken - versehen sein und ab Herbst ausgegeben werden", so "profil". Dieser Auftrag habe ein jährliches Volumen von mindestens acht Millionen Euro. An die Staatsdruckerei wurde er laut "profil" ohne Ausschreibung vergeben. Daran soll sich die Kritik des einzigen potenziellen Konkurrenten in Österreich, der Wiener Austria Card GmbH, einer Tochtergesellschaft der Österreichischen Nationalbank, entzündet haben.
Man sei nicht einmal eingeladen worde, ein Angebot zu legen. Und das, obwohl Austria Card ein Herstellungsverfahren entwickelt habe, das deutlich preiswerter als jenes der Staatsdruckerei sei, heißt es laut "profil".
Innenministerium verweist auf Gesetz
Das zuständige Innenministerium verweist auf die geltende Gesetzeslage, nach der "derartige Aufträge von der Staatsdruckerei erledigt werden müssen".
Austria Card kontert aber, dass das Staatsdruckereigesetz die Möglichkeit einräume, auch andere Unternehmen damit zu betrauen - nämlich dann, wenn das "betreffende Produkt dem Bundesorgan bei gleichem Leistungsinhalt und gleichen vertraglichen Konditionen von einem Dritten preislich günstiger angeboten wird".
Von Seiten der Staatsdruckerei werde allerdings bezweifelt, dass Austria Card die erforderlichen Sicherheits- und Geheimhaltungsbestimmungen garantieren könne, so "profil".
tirol.ORF.at
Laut Studie sollen die Österreicher weniger Scheu vor der Verwendung so genannter biometrischer Daten haben als angenommen. Die Daten dienen der eindeutigen Identifikation von Personen.
Biometrische Daten: Nicht nur Skepsis
science.ORF.at
Weltweiter Boom: Biometrie gegen Terrorismus
Quelle: ORF, 20.03.2005
