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Der Start der E-Card-Musterpraxis im Burgenland ist problemlos verlaufen: "Alles funktioniert". Nun soll noch 2005 jeder Österreicher seine E-Card bekommen.

Milan Kornfein, Praktischer Arzt in Trausdorf und Oslip (Burgenland), führt die E-Card als Erster ein. Rund 2.500 Stammpatienten sollen zunächst bis Jänner 2005 „provisorische E-Cards“ testen. Danach folgen die Patienten von 80 Ärzten in den Bezirken Eisenstadt und Neusiedl am See, bei denen bereits die Original-E-Card in den Probebetrieb kommen soll. So das System dem Praxisalltag statthält, sollen bereits im Mai 2005 alle Österreicher eine E-Card bekommen und der Krankenschein - nach einer Übergangszeit bis Jänner 2006 – bald der Vergangenheit angehören.

Start problemlos: "Alles funktioniert"

Der Start der Musterpraxis für die E-Card ist am Montag jedenfalls problemlos verlaufen. "Alles funktioniert", freute sich Milan Kornfeind gegenüber der APA, dessen rund 2.500 Stammpatienten den elektronischen Krankenscheinersatz in einem Feldversuch testen. Der Arzt berichtete, dass er am ersten Vormittag in seiner Ordination in Oslip bereits 44 Abfragen mit den neuen E-Cards getätigt habe.

Hauptverband: "Wichtiger Schritt"

Im Hauptverband der Sozialversicherungsträger freut man sich über den problemlosen Start der Musterpraxis für die E-Card. Volker Schörghofer, zuständiger Geschäftsführer, meinte gegenüber der APA: "Das ist ein ganz wichtiger Schritt". Die Leute würden erst glauben, dass es funktioniert, wenn sie es sehen - nun sei es soweit. Die Tests im Echtbetrieb würden die Möglichkeit geben, "ein Feintuning" vorzunehmen.

Als Schnittstelle zwischen Ärzte, Spital und Labors, soll die E-Card in Zukunft eine Breitbandvernetzung des gesamten Gesundheitswesens darstellen. Elektronische Übermittlung von Befunden und das elektronische Rezept werden dann möglich. Gesundheitsdaten sollen aber nicht gespeichert werden. Die E-Card kann nach Erwerb eines entsprechenden Zertifikates auch zur elektronischen Signatur dienen und als Bürgerkarte für E-Government verwendet werden.

E-Card nicht kostenlos

Die E-Card wird allerdings ebenso wie der Krankenschein für den Patienten nicht kostenlos sein. Die Chipkartengebühr soll zehn Euro pro Jahr betragen und durch den Dienstgeber jeweils im November für das folgende Jahr eingehoben werden.

Quelle: Die Presse, 13.12.2004

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