Gestern, Dienstag, wurden das HITT-Programm und die bisherigen Ergebnisse in der Informationstechnologie des Gesundheitswesens im Rahmen einer Pressekonferenz des Medizin-IT-Kompetenzzentrum health information technologies tirol GmbH (HITT) in Innsbruck vorgestellt. Insbesondere die Entwicklung der elektronischen Patientenakte bedeutet eine enorme Effizienzsteigerung für das Gesundheitssystem. Standardisierte Prozeduren wie die Datenerhebung zur Vorgeschichte und Entwicklung von Krankheiten, die Abstimmung der Medikationen und die Prüfung von Allergien können durch die elektronische Gesundheitsakte sofort erfolgen. Damit sind lebensrettende Maßnahmen bei akuten Krankheiten oder Unfällen schneller umzusetzen.
Momentan gebe es ein Pilotprojekt, bei dem ärztliche Befunde zwischen den Tiroler Landeskrankenanstalten TILAK und der Wiener Krankenanstaltenverbund ausgetauscht werden, erklärt Vogl. Weitere Landeskrankenanstalten aus anderen Bundesländern Österreichs haben bereits Interesse angemeldet, erläutert Vogl abschließend. HITT betreut seit vier Jahren ein Forschungsprogramm, in dem 18 Partnerunternehmen kooperieren - davon vier Universitäten. Fördergeber wie die Tiroler Zukunftsstiftung und das Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten stellen Fördermittel für Projekte, die in den nächsten drei Jahren einen Umfang von 14 Mio. Euro haben, bereit. In den letzten Jahren konnte HITT durch diese Projekte 70 Arbeitsplätze schaffen.
Autor/Author: Ines Gerasch
Quelle/Source: Pressetext Deutschland, 17.05.2006
