Das neue Fahndungsinstrument soll die Verfolgung von Ladendieben effizienter machen. Das berichten die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) in ihrer Samstag-Ausgabe.
Österreichweit würden Ladendiebe jährlich etwa 500 Millionen Euro Schaden anrichten, sagt Franz Penz, Obmann der Sparte Handel in Oberösterreich.
133 Diebstähle wurden im November alleine in Oberösterreich angezeigt, 63 Prozent davon in Linz. Die Dunkelziffer liege aber weitaus höher, da viele Geschäftsleute den Diebstahl erst bei der Inventur bemerken würden, so Penz.
Gemeinsam gegen organisierte Verbrechen
Besonders große Sorgen würden der Exekutive die Beutezüge osteuropäischer Banden bereiten, berichtet Alois Lißl von der Sicherheitsdirektion für Oberösterreich. Polizei und Wirtschaftskammer wollen jetzt deshalb gemeinsam gegen organisierte Langfinger vorgehen.
"Achtung, Ladendieb unterwegs!"
133 Ladendiebe im November erwischt
Wenn in der Linzer Innenstadt nach einem Ladendieb gefahndet werde, versende die Funkleitstelle der Polizei die Botschaft auf die Handys oder an die E-Mail-Adresse der Geschäftsleute, erklärt Lißl.
"Achtung, Ladendieb unterwegs! 30 bis 40 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, Vollbart, trägt schwarze Hose und dunkelblaue Jacke" - so könnte in Zukunft die Warnung der Exekutive lauten. Verkäufer und Kaufhausdetektive seien so vorgewarnt, außerdem gehe man bei Exekutive und Wirtschaftskammer davon aus, dass auf diese Weise mehr Diebstähle aufgeklärt werden können.
Achtsamkeit in der Weihnachtszeit!
Der Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität rät den Geschäftsleuten zudem dazu, Videoüberwachung oder Alarmanlagen einzusetzen, denn oft würden die Diebe in den Reihen der Verkäufer zu finden sein. Besonders ratsam sei in der Vorweihnachtszeit auch, Kaufhausdetektive einzusetzen.
oesterreich.ORF.at
Gelegenheit macht Diebe: Das werden zahlreiche große und kleinere heimische Geschäfte während des Weihnachtsgeschäfts wieder besonders zu spüren bekommen. Davor warnt Rupert Sprinzl vom Bundeskriminalamt.
Ladendiebe haben leichtes Spiel
Quelle: OÖ ORF, 11.12.2005
