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Verband medizinischer Softwarehersteller warnt vor fatalen Folgen für Patienten und erwartet Fortsetzung der Pannenserie

Das E-Card-System ist für den Präsidenten des österreichischen Verbands medizinischer Softwarehersteller (ÖMS), Klaus Propst, "extrem fehleranfällig". "Leider bestätigen die beiden Totalabstürze bei der E-Card unsere schlimmsten Befürchtungen", erklärt Propst. "Es ist eine Tatsache, dass zentrale Strukturen wie der Peering Point extrem fehleranfällig sind. Wenn alle Daten über einen zentralen Knoten laufen, dann führt schon das geringste Problem gleich zum Ausfall der Rechenzentren und damit zum Totalabsturz des gesamten Systems. Eines ist damit klar: Das Märchen vom sicheren Peering Point hat damit endgültig ausgedient." Es könnte jedoch alles noch viel schlimmer kommen, wenn wie geplant ein Großteil der medizinischen Daten zentral über den Peering Point läuft. "Man stelle sich nur vor, wenn plötzlich in ganz Österreich mit einem Schlag keine Befunde mehr abrufbar sind. Oder wenn die Patienten keine Medikamente bekommen, weil das elektronische Rezept gerade nicht funktioniert. Die Folgen für die österreichischen Patienten wären fatal, nicht auszudenken, was alles passieren kann", warnt der ÖMS-Präsident und appelliert nochmals an Hauptverband und Ärztekammer: "Die Verantwortlichen sollten nochmals überdenken, ob sie das alles wirklich so wollen und ob nicht dezentrale Strukturen besser und sicherer wären. Denn ich bin überzeugt: Das alles ist erst der Anfang einer Pannenserie."

Autor: (APA)

Quelle: Der Standard, 28.09.2005

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