Seit diesem Jahr hat Schwaan eine neue Internetseite. Übersichtlicher soll sie sein und mehr Service bieten. Kritik gab es auf der jüngsten Stadtvertretersitzung vom Grünen-Abgeordneten Rüdiger Zöllig.
Die Seiten seien zum Teil nicht aktuell, Zuordnungen nicht nachvollziehbar, und unter E-Government (elektronisches Verwalten) habe er sich etwas anderes vorgestellt, sagte Rüdiger Zöllig. Tatsächlich machten Politiker und Verwaltungsfachleute E-Government vor Jahren den Menschen schmackhaft. Nicht mehr zum Amt gehen, sondern bequem von zu Hause aus am Computer nötige Behördengänge erledigen.
Nur ein einziges Formular kann runtergeladen werden, nämlich das zum Erteilen einer Einzugsermächtigung. Was noch fehlt, sind die Satzungen der Stadt und der zum Amt gehörenden Gemeinden. Sie sollen auch im Internet veröffentlicht werden, sagt Bürgermeister Peter Faix. Ohnehin müsse der Internetauftritt Schwaans laufend aktualisiert werden. Insbesondere die Rubrik Wirtschaft, sagt Rüdiger Zöllig. "Das, was dort steht, war vielleicht vor zehn Jahren so, ist aber heute nicht mehr zeitgemäß", so der Stadtvertreter. Tatsächlich liest der Internetnutzer dort, dass sich die wirtschaftliche Lage in Schwaan nach und nach verbessert, die Stadt Einwohner gewinnt. Dabei sinkt die Einwohnerzahl seit Jahren. Weitere Einträge müssten aktualisiert werden. So wird als Ansprechpartner für Kirchenführungen Pastor Jeremias genannt. Der jedoch ist schon seit 2003 nicht mehr in der Stadt. Unter der Rubrik Geschichte wird berichtet, dass die alte Wassermühle zu einem Kunstmuseum umgebaut werden soll. Die Kunstmühle hat aber bereits seit 2002 geöffnet. Darauf wird an anderer Stelle auch verwiesen.
Viel Arbeit steckt bekanntlich im Detail. Das Branchenverzeichnis kann sich sehen lassen: Von der Apotheke, über den Kindergarten, den Schwaaner Carnevalsverein bis hin zum Zahnarzt ist hier vieles zu finden.
Autor: Claudia Röhr
Quelle: SVZ Online, 09.03.2006
