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Donnerstag, 29.01.2026
Transforming Government since 2001
Schwaan setzt im Internet auf Information

Seit diesem Jahr hat Schwaan eine neue Internetseite. Übersichtlicher soll sie sein und mehr Service bieten. Kritik gab es auf der jüngsten Stadtvertretersitzung vom Grünen-Abgeordneten Rüdiger Zöllig.

Die Seiten seien zum Teil nicht aktuell, Zuordnungen nicht nachvollziehbar, und unter E-Government (elektronisches Verwalten) habe er sich etwas anderes vorgestellt, sagte Rüdiger Zöllig. Tatsächlich machten Politiker und Verwaltungsfachleute E-Government vor Jahren den Menschen schmackhaft. Nicht mehr zum Amt gehen, sondern bequem von zu Hause aus am Computer nötige Behördengänge erledigen.

Inzwischen seien Gemeinden längst nicht mehr so begeistert vom virtuellen Rathaus, sagt Schwaans Kämmerer Reinhard Rambow. "Was haben die Menschen denn überhaupt noch beim Amt zu erledigen? Einen Pass oder Wohngeld beantragen höchstens. Und das geht ohnehin nur persönlich. Im Internet lässt sich kaum was machen", so Rambow, der in der Stadtverwaltung für den Internetauftritt verantwortlich ist. Schwaan setze deshalb vor allem auf Informationen über die Verwaltung. So erfährt der Internetnutzer unter www.stadt-schwaan.de, wo er was in der Stadtverwaltung erledigen kann. Ansprechpartner und Durchwahl-Telefonnummern werden genannt – Zöllig wünscht sich noch E-Mail-Adressen der einzelnen Mitarbeiter. Es gibt Hinweise, was zum Beispiel mitzubringen ist, wenn ein neuer Pass beantragt wird, und rechtliche Tipps.

Nur ein einziges Formular kann runtergeladen werden, nämlich das zum Erteilen einer Einzugsermächtigung. Was noch fehlt, sind die Satzungen der Stadt und der zum Amt gehörenden Gemeinden. Sie sollen auch im Internet veröffentlicht werden, sagt Bürgermeister Peter Faix. Ohnehin müsse der Internetauftritt Schwaans laufend aktualisiert werden. Insbesondere die Rubrik Wirtschaft, sagt Rüdiger Zöllig. "Das, was dort steht, war vielleicht vor zehn Jahren so, ist aber heute nicht mehr zeitgemäß", so der Stadtvertreter. Tatsächlich liest der Internetnutzer dort, dass sich die wirtschaftliche Lage in Schwaan nach und nach verbessert, die Stadt Einwohner gewinnt. Dabei sinkt die Einwohnerzahl seit Jahren. Weitere Einträge müssten aktualisiert werden. So wird als Ansprechpartner für Kirchenführungen Pastor Jeremias genannt. Der jedoch ist schon seit 2003 nicht mehr in der Stadt. Unter der Rubrik Geschichte wird berichtet, dass die alte Wassermühle zu einem Kunstmuseum umgebaut werden soll. Die Kunstmühle hat aber bereits seit 2002 geöffnet. Darauf wird an anderer Stelle auch verwiesen.

Viel Arbeit steckt bekanntlich im Detail. Das Branchenverzeichnis kann sich sehen lassen: Von der Apotheke, über den Kindergarten, den Schwaaner Carnevalsverein bis hin zum Zahnarzt ist hier vieles zu finden.

Autor: Claudia Röhr

Quelle: SVZ Online, 09.03.2006

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