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Die neue 24-Stundenbibliothek der Universität Karlsruhe wird von den Benutzern offenbar sehr geschätzt. Nach Angaben der Schweizer Bibliotheca RFID Library Systems AG ist die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr auf das Dreifache angestiegen. Ein Viertel der Nutzer arbeite inzwischen nachts zwischen 19 und 9 Uhr, zehn Prozent der Nutzung falle auf das Wochenende. Insbesondere am Sonntag würden die zusätzlichen Arbeitsstunden bis spät abends wahrgenommen. Im Vergleich zu samstags gebe es sogar doppelt so viele Besucher. Die jährliche Ausleihzahl von 600.000 Medien ist indes nahezu gleich geblieben.>

Seit April vergangenen Jahres ist die Universitätsbibliothek Karlsruhe mit einem RFID-Selbstverbuchungssystem ausgestattet, das sowohl Ausleih- als auch Rückgabevorgänge automatisiert. Inhaber einer Bibliothekskarte können die Bibliothek rund um die Uhr betreten und unter anderem die Fachlesesäle sowie alle elektronischen Dienste nutzen. Mit Büchern verlassen kann man das Gebäude erst, wenn diese zuvor auf dem eigenen Bibliothekskonto verbucht wurden. Damit aus der Bibliothek kein Ort für Studenten-Partys wird, hat die Universität die Campus-Nachtwache inzwischen in das Bibliotheksgebäude verlegt.

Die Bibliotheca RFID Systems AG hat zahlreiche Bibliotheken weltweit mit RFID-Technik ausgestattet, darunter die Städtischen Büchereien Wien, die Stadtbibliothek Stuttgart und die Münchner Stadtbibliothek, die Anfang 2006 damit begonnen hat, das Ausleihsystem auf RFID-Technik umzustellen. Zum Einsatz kommen dort Transponder und Lesegeräte, die auf einer Frequenz von 13,56 MHz arbeiten. An die bibliotheksinterne Datenbank wird lediglich die auf den RFID-Tags gespeicherte Mediennummer übermittelt, personenbezogene Daten sind nicht auf den Chips gespeichert.

Autor(en)/Author(s): (pmz/c't)

Quelle/Source: Heise online, 04.01.2007

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