Um die Opfer des Hurrikans "Katrina" leichter identifizieren zu können, werden die Leichen nun mit Funkchips versehen, berichtet die "New York Times".
Das Disaster Mortuary Operational Response Team [DMORT] und die Gesundheitshörden in Harrison County pflanzen den sterblichen Überresten Funkchips [RFID-Chips] des US-Herstellers VeriChip ein, gab VeriChip demnach an. Wird eine Leiche gefunden, bekommt sie einen Chip implantiert. Dazu werden Informationen über den Fundort, den Zustand und Charakteristika des Körpers mit aufgezeichnet. Auch digitale Bilder können dazu gespeichert werden, so VeriChip.
VeriChip vermarktet sein System, das eigentlich vor allem für Lebende gedacht ist, seit nun mehr zwei Jahren mit immer wieder kehrenden Kontroversen.
Warnhinweise für RFID-Implantate
Leichtere Verfolgung
Die so gesammelten Daten werden dann mit einer Datenbank verglichen, die Angaben der Familien zu den von ihnen in der jeweiligen Region vermissten Personen enthält.
Auch den Helfern kann damit ihre Arbeit erleichtert werden, indem sie mittels Lesegerät möglichst schnell zu den benötigten Infos kommen.
Für die Zukunft kündigte das County zudem an, Funkchips und Lesegeräte anzuschaffen. Louisiana soll das System ebenfalls in Kürze nutzen, um die derzeit 500 unidentifizierten Leichen auszuforschen.
Quelle: futureZone, 18.09.2005