Die Bundesärztekammer kritisiert die Planung der Bundesregierung zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. "Zu behaupten, ein noch nicht getestetes System könne bis 2006 flächendeckend eingeführt werden, ist irreal", sagte Otmar Kloiber, stellvertretender Geschäftsführer der Bundesärztekammer, dem Magazin "Focus". Der Zeitplan sei zu knapp bemessen. Viele Fragen zu dem Projekt seien noch offen, zum Beispiel, "wie die Einführung der Karte finanziert werden soll", so Kloiber.
Das Bundesgesundheitsministerium will zum 1. Januar 2006 die elektronische Gesundheitskarte für alle Versicherten einführen. Sie soll Anwendungen wie elektronisches Rezept, Arzneimittel-Dokumentation und digitale Patientenakten möglich machen.
Quelle: Chip online, 01.03.2004
