Heute 11769

Gestern 38714

Insgesamt 96784391

Sonntag, 13.09.2026
Transforming Government since 2001
Projekt für einheitliche Steuer-Software für alle Finanzbehörden scheiterte

Bund und Länder wollen ihren IT-Dienstleister Fiscus für die Finanzverwaltung schließen, obwohl es einen Interessenten gibt. Wie das Magazin 'Wirtschaftswoche' (kommende Ausgabe) berichtet, hat der baden-württembergische Ministerialrat Klaus Dobler den rund 160 Beschäftigten des Bonner Unternehmens bereits Ende Juni auf der Betriebsversammlung verkündet, dass Fiscus aufgelöst werde. Nun zeichnet sich eine Überlebenschance für das Unternehmen ab: Ulrich Dietz, Vorstandschef des IT-Dienstleisters GFT Technologies aus St. Georgen, hat Interesse an der Übernahme von Fiscus bekundet. Am Freitag vergangener Woche diskutierte er mit Fiscus-Geschäftsführer Olaf Bruhn Möglichkeiten der Übernahme. weil die Finanzbehörden bei Konzept und Entwicklung unterschiedliche Ziele verfolgten, erfuhr das Blatt von Insidern. "Heute allerdings erwirtschaften wir Gewinn", sagt Bruhn, der Fiscus als Beratungshaus positioniert hat, das für Behörden auch Anwendungen, wie etwa Programme für Bußgeldverfahren, entwickelt und einführt. Ob das reicht und ob Dietz zum Zuge kommt, ist allerdings fraglich. "Schon jetzt können manche Länder ihre eigenen IT-Abteilungen nicht mehr auslasten", sagt ein beteiligter Berater. "Da dient die Schließung von Fiscus eher der Wettbewerbsbereinigung. Ein Wechsel des Geschäfts zu GFT hingegen würde die Konkurrenz noch verschärfen."

Autor: (as)

Quelle: de.internet.com, 13.07.2005

Zum Seitenanfang